Camping in der Toskana Mai/Juni 2019 – Teil 1

Guten Tag! In erster Linie sollte unser Blog ein Reiseblog sein. Da wir aber nicht immer verrreisen können und zwischendurch auch mal zu Hause und auf Arbeit nach dem Rechten schauen müssen, wurde aus dem Reiseblog ein Alltagsblog. In diesem Jahr gab es bisher 2 Urlaube, einen in der Toskana und einen am Ratzeburger See. Heute möchte ich über unseren Campingurlaub in der Toskana im Jahr 2019 schreiben, soweit es meine Erinnerungen noch hergeben…..Wir zogen los am Freitag, dem 17.05., erstes Etappenziel war ein Campingplatz nahe der Autobahn 9 im Bayreuther Land, genauer gesagt in der fränkischen Schweiz. Mit Wohnwagen und Weimi im Schlepptau zogen wir los und hofften, ohne besondere Vorkommnisse und vor allem ohne nervige Staus, unseren reservierten Stellplatz nahe Pottenstein zu erreichen. http://www.campingplatz-jurahoehe.de/

Das gelang uns auch, allerdings nicht ganz ohne Vorkommnisse. Als wir die Autobahn verließen…bling…..Anzeige im Auto: „Kühlwasserstand niedrig, bitte sicher anhalten!“ Häh???? Erstmal ignorieren, so war unsere Idee, sind ja eh gleich auf dem Platz und die 7 Kilometer wird das schon noch gehen. Und dann rufen wir notfalls den ADAC! Gesagt, gefahren….dann Umleitung wegen Baustelle…..hmm…..die Anzeige wurde zur Daueranzeige und uns wurde immer unwohler.  Aus 7 km wurden 11 km und diese fühlten sich an wie 100 km, dank unseres netten Bordinformationssystems, Kühlwasser, Kühlwasser, Kühlwasser…….. Wir sind trotzdem bis zum Campingplatz gefahren und nachdem Fentino eingeparkt war, sind wir zur Frau in der Anmeldung zurück und haben sie gefragt, ob uns denn hier den ADAC finden wird 🙂 Frau Inhaberin an der Anmeldung fragte uns nach dem Problem und schwups….nur ein Telefonat! reichte und eine Werkstatt war gefunden. Der fränkischen Wegbeschreibung folgend:

Da foarns fendzi nunda die schdraß mit dem woong, oan der Egg kummd a wärdschafd, dron vorbei bis zur Kärch un zwaa schdraß spoter kenns bargng…..de Leid worde scho uf sie! 

Kirche haben wir verstanden, deshalb sind wir die Straße zurück zum Ort und zur Kirche und da war eine Autowerkstatt! Jawoll! Schnell Motorhaube auf, Kühlwasserstand geprüft (fast leer) und aufgefüllt. Kleiner Tipp vom fränkischen Werkstattprofi an uns: „Wir haben doch Mai!“ Ja und? „Mit Frost ist nicht zu rechnen, deshalb könnens oinfoach Wasser nachkibbe!“ Aha! Das war beruhigend, denn wenn unsere Bordinfosuse noch einmal mit der Wassernummer kommt, dann lachen wir sie aus. Jetzt wissen wir ja, wie es geht. 

Der Platz ist schön, wunderbare Aussicht in die Berge, nicht zu groß, gut sortiert und parzelliert. Wasser, Strom am Platz, perfekt! Los war nichts dort, nur ein weiterer Platz war besetzt. Für die Mailorunden war es ideal, dort, man konnte direkt vom Stellplatz in die dunklen, großen Wälder der Fränkischen Schweiz eintauchen und verschwinden, in der Hoffnung sich nicht zu verlaufen. Das Sanitärhaus ist schon stark in die Jahre gekommen und die Gaststätte nun ja…..Aber die Besitzerin, auch Gastwirtin, Hausmeisterin, Rezeptionistin und Reinigungsfrau, wahrscheinlich auch Gärtnerin und Elektrikerin…..ist sehr, sehr freundlich und hat extra für uns ihre Mikrowelle und/oder Friteuse angeschmissen, damit wir Pommes und Hacksteak essen konnten. Dazu ein gut gekühltes bayrisches Blondes….perfekt!

 

Frau Inhaberin hat uns sehr viel über Land und Leute und Platz erzählt, auch darüber, dass sie alles allein macht, über dem Restaurant wohnt und nur ihre Tochter zu Stoßzeiten aushilft. Einen großen Andrang soll es an den Brückentagswochenenden geben und auch zu Pfingsten. Da gehen die Franken wandern in ihren Wäldern, sagt Frau Allrounder! 

 

Am nächsten Morgen ging es pünktlich los, Abfahrt nach Italien. Ziel war der Caldonazzosee. Vorher aber ging es immer flott durch den Freistaat in Richtung Österreich, durch Österreich und schließlich über den Brennerpass nach Italien. 

 

Bei strömendem Regen erreichten wir den Campingplatz Punta Idiani.

https://www.campingpuntaindiani.it/de/

Als wir ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass wenn wir mit Hund sind, NICHT auf dem Hauptplatz direkt am See stehen dürfen. Hier sind Hunde nicht erlaubt! Aber es gibt einen separaten Bereich, wo Hunde gestattet sind. Diesen Bereich erreicht man nicht über den Haupteingang, sondern muss wenden, jawoll WENDEN! und zurück, um dann über eine separate, kleine Zufahrtsstraße den abgelegeneren „Strafplatz“ für Hundebesitzer anzusteuern. Ein Platz, umgeben von Hecken, einem kleinen Tor, durch das man zum See gelangt, ohne Hund! und zum Waschhaus. Die Seecamper ohne Hund gehen durch das Tor, über den Hundecamperplatz zum Kiosk hinter der Hecke. Und eine Bahnstrecke, Regionalbahn wohlgemerkt, führt direkt am Hundecampingplatz vorbei, hmmmm…..das wird wohl nicht unsere erste Wahl für einen längeren Urlaub sein! Wir waren die einzigen Camper auf dem Platz, direkt am See aber standen ein paar Busse, Gespanne und Wohnwagen, überwiegend aus der Schweiz und aus Deutschland. Wer keinen Hund hat, oder ohne Hund verreist, dem ist der Campingplatz sehr zu empfehlen. Eine wunderbare Gegend, einen Stellplatz direkt am Caldonazzosee, welcher auch gut maritim genutzt wird. In der Marina in unmittelbarer Nähe gibt es Segelboote und Segelyachten, für jeden Geldbeutel das richtige Wasserfahrzeug also.  Auch Ruderboote gibt es dort 🙂

Alle fahren zum Gardasee, auch schön, aber wir würden den Caldonazzosee wählen. Nicht rechts von der Brennerautobahn, sondern links…wenn man nach Süden fährt, wer nach Norden unterwegs ist, andersherum halt! Den Gardasee erreicht man ganz flott, kann dann aber zurückkehren in eine ähnlich schöne Region mit deutlich weniger Trubel und Trarraaa! 

https://www.italien.de/seen/caldonazzosee

Den Link für Euch, da ich, wie bereits geschrieben, keine Fotos mehr habe. Zusammengefasst kann ich sagen, der Caldonazzosee ist eine Reise wert. Wir haben uns fest vorgenommen, einen Campingplatz dort zu suchen, auf dem auch sowas wie Mailo sich aufhalten darf. Gibt es bestimmt und wer weiß? Vielleicht werden wir schon im nächsten Mai ein paar Tage dort bleiben. Ups, zwei Bilder habe ich gefunden…..unser Essen in der Pizzeria am See habe ich fotografiert und an JPR geschickt…. sie war so lieb, hat die Fotos NICHT gelöscht und sie mir wieder gesendet. Danke 🙂

Am nächsten Morgen dann….Regen, wie schon die ganze Nacht. An diesem Morgen ist es uns zum ersten Mal aufgefallen, dass wir immer bei Regen An- und Abreisen. Kurz überlegt……ja…auch im Vorjahr sind wir am Gardasee und in der Toskana bei Regen an- und abgereist. Wir werden dies weiter beobachten, können aber schon soviel verraten…..es hat sich bisher nicht geändert. Wir bauen auf und ab im Regen, das macht nicht soviel Spaß, das Abbauen ist eh schon traurig, aber dann noch bei Regen und mit den nassen Klamotten an Bord….aber was wäre Camping ohne Regen? 

Abfahrt in die Toskana, pünktlich 8.00 Uhr am 19.05.2019 ging es los. Dazu mehr im Teil 2 meines Reiseberichtes! Bis dahin, herzliche Grüße an alle, die wieder zum Blog zurückgekehrt sind. Bis bald!

Rückkehr zur Schreiberei

So, nachdem mir unendlich viele Mitleser, Freunde, Bekannte, Verwandte und Unbekannte geschrieben haben und mich baten, doch unbedingt weiter zu schreiben und den Blog nicht „sterben“ zu lassen, habe ich überlegt und überlegt und überlegt….und mich entschieden, weiter aus dem Alltag und den Urlauben zu berichten. Schön wäre, wenn diejenigen Leser unter Euch, die ein Problem mit dem Geschriebenen haben, sich bei mir persönlich melden und nicht, wie es geschehen ist….“HINTENHERUM“ unter Ausnutzung von Abhängigkeiten eine Zensur meiner Schreiberei erwirken.  Mal ganz abgesehen davon, dass es sich bei meinen Aufzeichnungen ausschließlich und immer um die Äußerung meiner Meinung handelt. Und spätestens seit 1990 ist das Äußern von Meinungen in ganz Deutschland straffrei und führt nicht zu Sanktionen! 

Wo war ich stehengeblieben??? Ach ja, aus der Toskana habe ich mich gemeldet und mitgeteilt, dass ich nicht mehr schreiben kann, darf, möchte oder wie auch immer…..das ist nun vorbei! Wir waren seit meinem letzten bzw. vorletzten Beitrag zweimal im Urlaub, mit Fentino und Mailo. Im Mai hat es uns mal wieder in die Toskana getrieben, wenn man es so nennen kann, mit einem Wohnwagen am Haken. Nach zwei Übernachtungen, eine im Landkreis Bayreuth und eine am Caldonazzosee, erreichten wir am 19.05.2019 den Campingplatz in der Toskana, auf dem wir schon im Jahr 2018 einen so wunderbaren Urlaub verbrachten. Campen in der Toskana – Mai 2018 Teil 1

Wir blieben drei Wochen auf dem Platz und haben es genossen, fast alles in der Toskana zu kennen und sie einfach nur zu genießen. In der ersten Urlaubswoche erlebten wir „Land unter“ besser gesagt, Wasser im Vorzelt von unten! Die Böden in der Toskana sind nicht darauf vorbereitet, dass innerhalb kürzester Zeit soviel Regen fällt. Die sehr lehmhaltige rote Erde kann mit soviel Wasser nichts anfangen und weigert sich, es aufzunehmen. Dann fließt es halt nach oben und sorgt für überflutete Straßen, Hangabbrüchen und viel Wasser in Vorzelten. Nachdem das dann vorbei war, kam der Sommer und zeigte sich von seiner besten Seite. Nicht zu heiß wohlgemerkt und jederzeit geeignet für Strand- und Poolzeiten. Das Wetter war auch bestens für längere Wanderungen mit Mailo, es war vor allen in den Wäldern angenehm kühl, sodass es weder für uns Zweibeiner, noch für den Weimi zu anstrengend wurde. Allerdings haben wir uns einmal so sehr verlaufen, dass es dann doch zu anstrengend wurde. Kein Wasser mehr, immer an der Straße lang bei glühender Hitze und einsetzendem Berufsverkehr hatten Hundi und Frauchen keine Lust mehr auf noch vor uns liegende Strecke von gut 5 km oder mehr….Selbstverständlich hatten wir auch keinen Handyempfang, natürlich nicht. Herrchen hat es auf sich genommen, allein und zu Fuß zum Campingplatz zu latschen, das Auto zu holen und den Rest der Truppe einzusammeln. Das dauerte dann 2 Stunden, Mailo und ich haben uns ein schattiges Plätzchen an einer alten Mauer gesucht und gewartet. War auch anstrengend! Aber: Am Ende war alles gut und wir konnten auch darüber lachen. Wir haben uns in der Toskana einen weiteren Campingplatz angeschaut, oben auf einem der vielen Berge mit Blick auf die Inseln Elba, Capraia und Monte Cristo. Bei entsprechenden Sichtverhältnissen allerdings…..Vielleicht entscheiden wir uns im nächsten Jahr mal für diesen Platz, mal schauen. Leider ist mein Handy kürzlich „verstorben“ und somit sind alle Fotos verschwunden bis einschließlich 31.07.2019. Es gibt keine Fotos vom Toskanaurlaub und auch keine Fotos vom Urlaub am Ratzeburger See, hier verbrachten wir die zweiten drei Wochen Urlaub. http://naturcampingbuchholz.de/de/

Die Lauenburgischen Seen sind eine Reise bzw. einen Urlaub wert. Wir waren am Ratzeburger See auf einem Naturcampingplatz, welcher von den mehr oder weniger gestressten Hamburgern und Lübeckern gern auch nur für ein Wochenende angesteuert wird. Auch die Wasserwanderer lassen sich dort für eine Nacht nieder, bietet sich bei der Lage des Platzes direkt am See auch an. Dementsprechend unruhig ist der Platz, unwahrscheinlich viele Durchreisende, auch aus Holland 🙂 steuern den Campingplatz an. Allerdings entschädigte uns die Lage des Platzes, das Personal, die wunderschöne Region für das „Gewusel“ auf dem Platz. Die Radwege rund um die Seen, der Elbe- Lübeck- Kanal, die Wakenitz, Mölln, Ratzeburg und Lübeck, alles wunderbar. Was wir vermissten war, es gab keinen frischen Fisch zu kaufen, nicht mal im Supermarkt. Es gibt einen Fischer in Ratzeburg, aber immer wenn wir dort waren, gab es nur Räucherfisch, Fischbrötchen oder gar keinen Fisch. Aber das Eis dort ist lecker! Rund um den Ratzeburger See gibt es Badestellen, eine war besonders schön, die in Pogeez, nur zwei km entfernt vom Campingplatz. Betrieben wird sie von der DLRG, ist super gepflegt und kostet nur ganz wenig für einen ganzen Tag. Eine Liege und einen Sonnenschirm gibt es für jeweils einen Euro. Perfekt! Und an das Baden im Süßwasser gewöhnt man sich auch, wenn auch das Baden in salzigen Meeren schöner ist.  

Ich komme zum Ende meines Neustarts und werde, so es den Empfängern einiger meiner Urlaubsfotos möglich ist, mir diese wieder „zurückzusenden“, zwei separate Urlaubsberichte schreiben und diese in die entsprechende Kategorie schieben. Bis dahin bekommt Ihr nachfolgend Fotos, geknipst mit meinem neuen Handy, von unserem zu Hause. Und für alle, die sich fragen, ob ich einen grünen Daumen habe…..ja plötzlich scheint er da zu sein. Wollen mal hoffen, dass er bleibt. 

 

Und mein Auto hat einen Plattfuss…..diese Rennerei wieder, schließlich kommt kein Abschlepper in die Tiefgarage…..ich setzte auf die Hilfe aus dem Autohaus meines Vertrauens….

 

Am Wochenende gab es Kuchen …ein Stück davon für Euch

 

Bis bald, einen schönen Sommer für alle Urlauber, alle die schon Urlaub hatten und wieder Geld für den nächsten Urlaub verdienen und auch an die, die noch Urlaub haben.