Camping in der Toskana Mai/Juni 2019 – Teil 1

Guten Tag! In erster Linie sollte unser Blog ein Reiseblog sein. Da wir aber nicht immer verrreisen können und zwischendurch auch mal zu Hause und auf Arbeit nach dem Rechten schauen müssen, wurde aus dem Reiseblog ein Alltagsblog. In diesem Jahr gab es bisher 2 Urlaube, einen in der Toskana und einen am Ratzeburger See. Heute möchte ich über unseren Campingurlaub in der Toskana im Jahr 2019 schreiben, soweit es meine Erinnerungen noch hergeben…..Wir zogen los am Freitag, dem 17.05., erstes Etappenziel war ein Campingplatz nahe der Autobahn 9 im Bayreuther Land, genauer gesagt in der fränkischen Schweiz. Mit Wohnwagen und Weimi im Schlepptau zogen wir los und hofften, ohne besondere Vorkommnisse und vor allem ohne nervige Staus, unseren reservierten Stellplatz nahe Pottenstein zu erreichen. http://www.campingplatz-jurahoehe.de/

Das gelang uns auch, allerdings nicht ganz ohne Vorkommnisse. Als wir die Autobahn verließen…bling…..Anzeige im Auto: „Kühlwasserstand niedrig, bitte sicher anhalten!“ Häh???? Erstmal ignorieren, so war unsere Idee, sind ja eh gleich auf dem Platz und die 7 Kilometer wird das schon noch gehen. Und dann rufen wir notfalls den ADAC! Gesagt, gefahren….dann Umleitung wegen Baustelle…..hmm…..die Anzeige wurde zur Daueranzeige und uns wurde immer unwohler.  Aus 7 km wurden 11 km und diese fühlten sich an wie 100 km, dank unseres netten Bordinformationssystems, Kühlwasser, Kühlwasser, Kühlwasser…….. Wir sind trotzdem bis zum Campingplatz gefahren und nachdem Fentino eingeparkt war, sind wir zur Frau in der Anmeldung zurück und haben sie gefragt, ob uns denn hier den ADAC finden wird 🙂 Frau Inhaberin an der Anmeldung fragte uns nach dem Problem und schwups….nur ein Telefonat! reichte und eine Werkstatt war gefunden. Der fränkischen Wegbeschreibung folgend:

Da foarns fendzi nunda die schdraß mit dem woong, oan der Egg kummd a wärdschafd, dron vorbei bis zur Kärch un zwaa schdraß spoter kenns bargng…..de Leid worde scho uf sie! 

Kirche haben wir verstanden, deshalb sind wir die Straße zurück zum Ort und zur Kirche und da war eine Autowerkstatt! Jawoll! Schnell Motorhaube auf, Kühlwasserstand geprüft (fast leer) und aufgefüllt. Kleiner Tipp vom fränkischen Werkstattprofi an uns: „Wir haben doch Mai!“ Ja und? „Mit Frost ist nicht zu rechnen, deshalb könnens oinfoach Wasser nachkibbe!“ Aha! Das war beruhigend, denn wenn unsere Bordinfosuse noch einmal mit der Wassernummer kommt, dann lachen wir sie aus. Jetzt wissen wir ja, wie es geht. 

Der Platz ist schön, wunderbare Aussicht in die Berge, nicht zu groß, gut sortiert und parzelliert. Wasser, Strom am Platz, perfekt! Los war nichts dort, nur ein weiterer Platz war besetzt. Für die Mailorunden war es ideal, dort, man konnte direkt vom Stellplatz in die dunklen, großen Wälder der Fränkischen Schweiz eintauchen und verschwinden, in der Hoffnung sich nicht zu verlaufen. Das Sanitärhaus ist schon stark in die Jahre gekommen und die Gaststätte nun ja…..Aber die Besitzerin, auch Gastwirtin, Hausmeisterin, Rezeptionistin und Reinigungsfrau, wahrscheinlich auch Gärtnerin und Elektrikerin…..ist sehr, sehr freundlich und hat extra für uns ihre Mikrowelle und/oder Friteuse angeschmissen, damit wir Pommes und Hacksteak essen konnten. Dazu ein gut gekühltes bayrisches Blondes….perfekt!

 

Frau Inhaberin hat uns sehr viel über Land und Leute und Platz erzählt, auch darüber, dass sie alles allein macht, über dem Restaurant wohnt und nur ihre Tochter zu Stoßzeiten aushilft. Einen großen Andrang soll es an den Brückentagswochenenden geben und auch zu Pfingsten. Da gehen die Franken wandern in ihren Wäldern, sagt Frau Allrounder! 

 

Am nächsten Morgen ging es pünktlich los, Abfahrt nach Italien. Ziel war der Caldonazzosee. Vorher aber ging es immer flott durch den Freistaat in Richtung Österreich, durch Österreich und schließlich über den Brennerpass nach Italien. 

 

Bei strömendem Regen erreichten wir den Campingplatz Punta Idiani.

https://www.campingpuntaindiani.it/de/

Als wir ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass wenn wir mit Hund sind, NICHT auf dem Hauptplatz direkt am See stehen dürfen. Hier sind Hunde nicht erlaubt! Aber es gibt einen separaten Bereich, wo Hunde gestattet sind. Diesen Bereich erreicht man nicht über den Haupteingang, sondern muss wenden, jawoll WENDEN! und zurück, um dann über eine separate, kleine Zufahrtsstraße den abgelegeneren „Strafplatz“ für Hundebesitzer anzusteuern. Ein Platz, umgeben von Hecken, einem kleinen Tor, durch das man zum See gelangt, ohne Hund! und zum Waschhaus. Die Seecamper ohne Hund gehen durch das Tor, über den Hundecamperplatz zum Kiosk hinter der Hecke. Und eine Bahnstrecke, Regionalbahn wohlgemerkt, führt direkt am Hundecampingplatz vorbei, hmmmm…..das wird wohl nicht unsere erste Wahl für einen längeren Urlaub sein! Wir waren die einzigen Camper auf dem Platz, direkt am See aber standen ein paar Busse, Gespanne und Wohnwagen, überwiegend aus der Schweiz und aus Deutschland. Wer keinen Hund hat, oder ohne Hund verreist, dem ist der Campingplatz sehr zu empfehlen. Eine wunderbare Gegend, einen Stellplatz direkt am Caldonazzosee, welcher auch gut maritim genutzt wird. In der Marina in unmittelbarer Nähe gibt es Segelboote und Segelyachten, für jeden Geldbeutel das richtige Wasserfahrzeug also.  Auch Ruderboote gibt es dort 🙂

Alle fahren zum Gardasee, auch schön, aber wir würden den Caldonazzosee wählen. Nicht rechts von der Brennerautobahn, sondern links…wenn man nach Süden fährt, wer nach Norden unterwegs ist, andersherum halt! Den Gardasee erreicht man ganz flott, kann dann aber zurückkehren in eine ähnlich schöne Region mit deutlich weniger Trubel und Trarraaa! 

https://www.italien.de/seen/caldonazzosee

Den Link für Euch, da ich, wie bereits geschrieben, keine Fotos mehr habe. Zusammengefasst kann ich sagen, der Caldonazzosee ist eine Reise wert. Wir haben uns fest vorgenommen, einen Campingplatz dort zu suchen, auf dem auch sowas wie Mailo sich aufhalten darf. Gibt es bestimmt und wer weiß? Vielleicht werden wir schon im nächsten Mai ein paar Tage dort bleiben. Ups, zwei Bilder habe ich gefunden…..unser Essen in der Pizzeria am See habe ich fotografiert und an JPR geschickt…. sie war so lieb, hat die Fotos NICHT gelöscht und sie mir wieder gesendet. Danke 🙂

Am nächsten Morgen dann….Regen, wie schon die ganze Nacht. An diesem Morgen ist es uns zum ersten Mal aufgefallen, dass wir immer bei Regen An- und Abreisen. Kurz überlegt……ja…auch im Vorjahr sind wir am Gardasee und in der Toskana bei Regen an- und abgereist. Wir werden dies weiter beobachten, können aber schon soviel verraten…..es hat sich bisher nicht geändert. Wir bauen auf und ab im Regen, das macht nicht soviel Spaß, das Abbauen ist eh schon traurig, aber dann noch bei Regen und mit den nassen Klamotten an Bord….aber was wäre Camping ohne Regen? 

Abfahrt in die Toskana, pünktlich 8.00 Uhr am 19.05.2019 ging es los. Dazu mehr im Teil 2 meines Reiseberichtes! Bis dahin, herzliche Grüße an alle, die wieder zum Blog zurückgekehrt sind. Bis bald!

Deutschlandrundreise Sommer 2018 – Havelland

Heute nun endlich schreibe ich das von vielen schon erwartete Finale unserer Sommerrundreise durch Deutschland. Wir sind schon beim Planen der nächsten Sommerrundreise  😎 Spreewald, Dreiländereck (Deutschland, Polen, Tschechien), dann entweder durch Tschechien nach Bayern in die Pfalz oder durch Polen hoch an die Ostsee. Das muss noch entschieden werden. Jetzt aber zum Havelland, der letzten Station unserer Rundreise. Die Abreise im Werratal und die Fahrt ins Havelland funktionierten problemlos. Da es sehr, sehr heiß war, war die Fahrt im klimatisierten Zugpferdchen sehr angenehm. Man beachte die Temperaturanzeige unten links….. 🙄 

Pünktlich in der frühen Nachmittagshitze erreichten wir den Campingpark Buntspecht in Stechow Ferchesar mitten im Naturpark Westhavelland. Sehr unkompliziert und freundlich wurden wir zu unserem Stellplatz begleitet, welcher fast! direkt am See lag. Der Campingplatz befindet sich  am Hohennauener See und dies auch noch mitten im Wald. Wie schön für Mailo und uns, die Hunderunden waren schon mal gesichert

und Baden ging es nun auch täglich. Zumindest der Hund konnte sich so täglich abkühlen. Kurz nach der Ankunft lernten wir unsere Stellplatznachbarn kennen, eine nette Familie mit zwei Mädels und einem Hund. Das war zunächst unspektakulär, wäre da nicht die Sache mit dem Hund. Dieser Hund ist ein Weimaraner, nun gut, sie tauchen ja auch immer öfter als Familienhunde auf. Aber dieser Weimaraner ist auch ein Rüde (das war zu 50 % zu erwarten  😉 ), aber dass dieser Weimaranerrüde auch zwei Jahre alt ist und Mailo heißt, damit war überhaupt nicht zu rechnen. Allerdings weiß ich nicht, ob die Schreibweise gleich ist….jedenfalls haben Nachbarmailo und Mailo gleich mal Kontakt aufgenommen und sich für die Zeit unseres gemeinsamen Aufenthaltes nicht aus den Augen gelassen 😯 💡 Wir sind mit den Jungs zusammen zum Baden, sie verstanden sich sehr gut und haben sich beide nicht wirklich gezankt. Gefühlt standen sie immer im Wettbewerb, jeder wollte der erste sein, der schnellere sein und dem jeweils anderen Mailo zeigen, ich bin erster!

Der Platz, das schrieb ich bereits, war wunderbar gelegen, auch wenn die Trockenheit aus dem Nadelwaldboden eine staubige Angelegenheit „zauberte“ , welche zum Ende unserer Rundreise den Fentino noch mal so richtig verschmutzte. Und als es dann auch noch in der vorletzten Nacht zu einem deftigen Unwetter kam, hatten wie den Salat. Schlamm vor der Türe und Stromausfall…..nur gut, dass die Sonne am letzten Tag wieder erbarmungslos brannte und wir so alles einigermaßen trocknen konnten. Der Buntspechtplatz ist riesig groß, aber die Logistik passt! Das Personal ist sehr freundlich, es gibt ein nettes Restaurant auf dem Platz, Bootsverleih (Ruder-, Tret- und Motorboot), alles mögliche an Campingzubehör und selbstverständlich auch eine kleinere Auswahl von Waren des täglichen Bedarfs. Man muss sich im Vorfeld entscheiden, will man möglichst nah an den See, dann ist es sehr weit zum Waschhaus. Da wir die Fahrräder bei hatten, sind wir mit denen zum Duschen gefahren, dass war dann in Ordnung so. Die Plätze sind durch entsprechende Markierungen in Länge und Breite begrenzt, aber da jeder seinen Wagen irgendwie stellte, wirkte das Ganze etwas durcheinander. War allerdings auch egal, denn man zog mit seinem „Hocker“ sowieso ständig um den Wagen herum, immer auf der Suche nach Schatten. 

Eine Radtour sollte sein, wir entschieden uns für die nahe gelegene Stadt Rathenow (Optikstadt). Warum Stadt der Optik, das müsste ich jetzt nachschauen. Wir haben die Stadt nicht so gründlich unter die Lupe  😉 genommen, um die Verbindung zwischen Rathenow und der Optik zu erkennen. Die Radtour dorthin war super, immer auf Radwegen und Radstraßen, durch Wald und Flur, Spitze auch wenn ich sehr schwitzte  😆 

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto nach Semlin, einem kleineren wunderschönen Ort auf der anderen Seeseite. Viele Hotels, Golfplatz und so weiter, darauf hat sich der Ort eingestellt. Bootsverleih, Marina, alles da. Eisbuden und Biergärten natürlich auch. Da gab es dann ein Bierchen im Biergarten und ein Eis von der Eisbude. Natürlich alles und immer im Schatten…..

Plötzlich war die Zeit im Havelland vorbei und damit auch unserer Sommerrundreise. Wir packten am 03.08.2018 unsere sieben Sachen und machten uns auf den Heimweg. So schnell ist Urlaub vorbei!  ➡ 

 

Vielen Dank an alle, die immer mal wieder reinschauen in meine Schreiberei. Ich werde weiterhin aus den Urlauben und den Zeiten dazwischen berichten, der wöchentliche Rückblick wird demnächst wieder starten. Unseren Fentino ziehen wir am 01.09.2018 nach Sternberg,

https://zweileubisundeinhund.de/camping-in-sternberg-ostern-2018

hier gefiel es uns so gut, dass wir uns überlegten den Herbst, zumindest einige Wochenenden, dort zu verbringen. Und mal zu schauen, ob der heiße Sommer 2018 das Esspilzaufkommen verringert oder vergößert hat. Die einen sagen so, die anderen sagen so…..

 

Deutschlandrundreise Sommer 2018 – Werratal

Am Donnerstag dem 26.07.2018 brachen wir unsere „Zelte“ im Schwarzwald ab und machten uns auf den Weg in das Werratal. Ziel war die Campingoase Wahlhausen, direkt an der Werra gelegen und direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der Campingplatz in Wahlhausen ist in Thüringen, zum Einkaufen fährt man aber nach Hessen, genauer gesagt nach Bad Sooden – Allendorf. Dort gibt es die besseren Einkaufsmöglichkeiten, in Wahlhausen gibt es nichts, außer ein paar Häuser in einer landschaftlich hervorragenden Gegend. Eine Gegend, die jahrzehntelang Grenz- und Sperrgebiet war. Da wachsen noch jede Menge wilde Himbeeren, Brombeeren, Wildkirschen und Äpfel, Pflaumen, alles an den Straßen und an den Wanderwegen. Die Werra hat ihre Quellen (2) in Thüringen und ist knapp 300 km lang. Sie fließt in Hannoversch Münden mit der Fulda zusammen und sind damit die Quellflüsse der Weser. Bad Sooden- Allendorf sind zwei Ortsteile, getrennt durch die Werra. In Bad Sooden wird gekurt und in Allendorf gefeiert. So sieht es dort aus. Allendorf ist durch seine vielen Fachwerkhäuser der hübschere Ort, in Bad Sooden sind die großen Kurkliniken und Hotels. wie gesagt, alles in Hessen.

Die nächst größere Stadt im Osten, in Thüringen, ist Eisenach. Vom Campingplatz aus ist man schnell in Eschwege, Kassel, Göttingen und Bad Hersfeld, alles in Hessen. Ebenso schnell ist man in Eisenach, Nordhausen oder Mühlhausen, alles in Thüringen. Eine Stadt werden wir uns anschauen, welche, das ist ja klar im zu sehen im Beitragsbild.

Zum Campingplatz: Er ist so ganz anders, als seine drei Vorgänger. Naturcamping, zu 80 % mit Dauercampern belegt, die anderen 20 % nutzen überwiegend Durchreisende. Während unseres Aufenthaltes dort, gab es vier Familien, die tatsächlich dort Urlaub machen. Kann ich verstehen, es ist wirklich eine schöne Landschaft, schöne kleine und größere Orte, der Werratalradweg ist gut besucht, er führt zum Weserradweg. Viele Radwanderer begegnen einem dort und manche machen Stopp mit Zelt und Rad auf dem Campingplatz. Der Platz ist sehr einfach, aber es ist alles da und nah bei. Das Waschhaus ist alt, aber sauber und die Kneipe am Platz ist sehr gemütlich. Keine gelben Kennzeichen in Sicht, weit und breit nicht.  😎 

Brötchen bekommt man morgens ab 8 frisch vom Bäcker, die Tüten liegen an der Rezeption, Name steht drauf. Funktioniert gut. Da der Platz nicht voll ist, kann man sich direkt aussuchen, wo man stehen will, ist allerdings auch egal. Es gibt immer mal ein Baum und einen Busch und zu Strom und Wasser ist es immer gleich weit. Schöner Platz in einer tollen Gegend, super Preis- Leistungsverhältnis, das passt. Schade ist, dass die Wiese an der Werra nur für die Zeltleute da ist, auch gibt es keine Badestellen.  Ein paar Tage später wussten wir auch warum…….in der Werra wird nicht gebadet! Auch kein Hund sollte da rein, denn sie hatte viel zu wenig Wasser, ihre Fließgeschwindigkeit ließ zu wünschen übrig, deshalb war sie sehr schmutzig. Da will man dann auch nicht mehr rein, auch nicht bei 35 Grad, denn genau die hatten wir schon im Schwarzwald und hier auch. Puuuhhhhhhhh…….Schwitz!!! Unternehmungen fielen sehr schwer, trotzdem sind wir einen Tag mal aufs Rad und den Werratalradweg in Richtung Eschwege gefahren. Ging erstmal gut aber dann nicht mehr. Die Sonne brannte gnadenlos von vorn und oben, nöööö….Urlaub soll Spaß machen und nicht weh tun  🙄  Dann lieber ab in den Biergarten in Allendorf  😆 

Ich schrieb bereits, dass wir uns eine Stadt aussuchten, gewonnen hat Eisenach. Warum? Ich war da einmal als Kind, noch mit Esel zur Wartburg und so….und Hendrig war noch nie in Eisenach. Schlechte Begründung, denn in Kassel und Göttingen waren wir beide auch noch nicht, auch nicht auf einem Esel, aber wir haben beide schon mal in Bad Hersfeld eine Bratwurst gegessen und ein CD gekauft!…..jaja, da kamen wir vom Frankfurter Flughafen und machten einen Pause in Bad Hersfeld um das damals brandneue Album „Blue“ von Simply Red zu kaufen. Wir kamen aus Thailand zurück und als uns in Bad Hersfeld zwei Leute mit Bratwurstbrötchen entgegen kamen, wussten wir, dass zwei Wochen ThaiEssen auch mal vorbei sein müssen. Nordhausen und Mühlhausen kamen nicht in die engere Auswahl, weil uns beiden dazu nicht viel einfiel. Nordhausen Schnaps und Mühlhausen???? Also auf nach Eisenach am 29.07., einem Sonntag. Wir wollten auf den Spuren von Luther und Bach wandeln…..aber…..das wollten gefühlt Millionen andere auch! Eisenach scheint eine Metropole in Thüringen zu sein. Die Wartburg ist ein Magnet….Busse mit Japanern…..und jeden Menge fremde Autokennzeichen, auch gelbe! Das war wohl nix, keinen Parkplatz an der Wartburg und keinen in der Nähe der Wartburg. Die Esel sahen auch nicht glücklich aus und wir hatten definitiv! keine Lust, bei 35 Grad die Berge stundenlang hoch zu laufen. Was machten wir? Wir schauten uns die Stadt an, eine sehr gute Entscheidung. Es gab Thüringer Bratwurst und Schatten in der Stadt, es ließ sich gut aushalten. Und Eisenach ist sehenswert, ein hübsches thüringisches Städtchen. Herr Johann Sebastian Bach ist dort geboren, im Geburtshaus, dem Bachhaus (logischerweise sehr alt mit einem unlogischerweise neumodernen Anbau) ist ein entsprechendes Museum. Und weil wohl ein Herr Martin Luther ab 1521 auf der Wartburg die Bibel aus dem griechischem und hebräischem ins mittelhochdeutsch übersetzte, hat Eisenach auch ein Lutherhaus. Hier soll Herr Luther mal gewohnt haben….Schönes Fachwerkhäuschen….wie viele andere auch in Eisenach! Wie gesagt, wer in der Gegend ist, sollte sich Eisenach ruhig mal anschauen. Die Wartburg auch, das müssen wir unbedingt nachholen.

Ach eines noch zu Eisenach, Kaufkraft hat die Region um Eisenach, dank der Opel- Werke. Auf jedem Fall scheint die Kaufkraft deutlich höher zu sein, als in Anklam in Mecklenburg- Vorpommern  😉 

Und dann war auch plötzlich schon Montag, Abreise- bzw. Reisetag. Wir machten uns nach einem ausgiebigen Frühstück und einer schnellen pack-ein-und-häng-an- Runde auf den Weg ins Havelland, unserer letzten Station der diesjährigen Sommerrundreise. Ich werde berichten und zwar in Kürze. Bis dahin, viele Grüße an alle, die dies lesen und mich kennen, die dies lesen und mich nicht kennen, die dies lesen und mich nicht kennen, aber Hendrig kennen, die dies lesen und uns gern kennen lernen wollen und auch an die, die dies lesen und uns nicht kennen lernen wollen, aber trotzdem lesen!

Nachtrag: Ich habe gar nicht über Mailo geschrieben. Trotz der Hitze und der fehlenden Bademöglichkeit, hat der Bursche seine Sache auch im Werratal, bzw. auf dem Zeltplatz gut gemacht. Und die morgendliche Mailorunde war auch hier unsere Zeit zusammen in der Natur…

 

 

 

Deutschlandrundreise Sommer 2018 – Schwarzwald

Da es mit der Berichterstattung während des Urlaubs aus bekannten Gründen nicht funktionierte – kein WLAN und/oder Funkloch – gebe ich jetzt mal Gas und schreibe heute auch noch über unseren Aufenthalt im Schwarzwald. Bleiben noch zwei Stationen übrig, Werratal und Havelland, die folgen in der kommenden Woche. Nun zum Schwarzwald…

Wir waren in Neuhausen, genauer gesagt in Schellbronn. Hier befindet sich direkt neben einem wunderbaren Freibad der Campingplatz, den wir auserwählten für einen 3- tägigen Aufenthalt (4 Übernachtungen) im Schwarzwald. Der Platz sollte nicht soweit entfernt sein vom Wohnort von Kind drei, da war die Auswahl schon sehr eingeschränkt. Gern hätten wir was am Neckar, allerdings haben wir keinen passenden Platz gefunden. Nur Wohnmobilstellplätze! Deshalb also Neuhausen, ca. 80 km vom Wohnort von Kind drei entfernt. Die Fahrt von der Eifel in den Schwarzwald am Sonntag, dem 22.7. war etwas anstrengend. Viel los auf den Autobahnen, noch dazu Formel 1 – Rennen auf dem Hockenheimring…An was man aber auch alles denken muss, wenn man solche Rundreisen plant. Neben den sowieso schon sehr vielen Reisenden kamen nun noch tausende Rennbegeisterte!

Irgendwann kamen wir an bei Familie Frech im Schwarzwald und uns wurde vom Herrn an der Rezeption sehr professionell unser Stellplatz zugewiesen, uns die Schrankenmarke ausgehändigt und kurz was zu den Brötchen am Morgen (die obwohl immer gleich, jeden morgen anders kosteten !) und zur Platzordnung gesagt. Das alles hörte sich in etwa so an:

Weckle gibd´s ab achd im cafe nebenan……die schränklezeid isch von 7 in der früh bisch 10 Uhr am abend….i mache ihna jedzd die Schränkle uf der andera Seide uf, noh komma Sie oifacher rum…..wenn se gloi links rumfahra, noh am end der Schdros wiedr rechds bis ganz hoch der vorledzde Bladz…..schöna Ufenthald bei uns….un wenn sie no Fragen han, melda sie sich oifach bei uns… 🙄  🙄  🙄 

Wir fanden unseren Bladz auch so, warn ja Nummern dran und einen Bladzblan hatten wir ja auch bekommen. Also los hin da……sehr eng, aber wir haben ja nicht nur Klima im Fentino, nein sogar einen Mover an der Achse. Und eine Fernbedienung, so konnten wir mal ganz lässig den Fentino da reinbuchsieren…..Ha, an alle, die schon neugierig da rumsaßen und hofften, dass wir niemanden um Hilfe bitten. War ja warm……heiß und hohe Luftfeuchtigkeit…..grrrrrrr…….da macht das Aufbauen so richtig Spaß, aber als wir fertig waren, kam ein Regen. Und es gab eine Schnitzelkneipe auf dem Platz, hin da! Ein Dauercamper erzählte mir, dass wenn wir vorhaben einen Ort zu besuchen, dann Calw auf keinem Fall Pforzheim! 

Wir hatten den vorletzten Platz in der Reihe, hinter uns stand nur noch ein Wagen…..aus der Schweiz! Drei Schweizer mit zwei deutschen Schäferhunden. Na wenn das nicht lustig wird. Urrrmell und Ammmeeeliii, die Schäferhunde, haben was gegen Weimaraner. Deshalb ist Mailo auch immer wieder hin, um das zu für sich zu klären. Nix zu machen, die beiden haben was gegen anders aussehende! Hunde! Unsere Schweizer Nachbarn sind am kommenden Morgen losgestürzt, um einen Sichtschutz für ihr Lager zu besorgen. Haben auch eine ca. 1,40 Meter hohe mobile Wand aufgestellt, damit Urrrrmelll und Ameeeeeeliiii und vor allem Herrchen und Frauchen und noch ein Herrchen endlich Ruhe haben vor unserem neugieren Jagdhund. Der doch nur mal kurz Guten Tag sagen wollte…..egal, wir haben dann nur noch gehört, was sich Schweizer so erzählen und wie sie mit Schäferhunden reden…….

Am Montag erreichte unser Thermometer dann bereits 35 Grad, wir hatten uns mit Kind 3 verabredet und holten es von der Arbeit ab. Es marschiert ja auf Krücken dahin, Sportunfall vor einiger Zeit. Wir verbrachten den Abend auf dem Zeltplatz und brachten das Kind dann zu sich nach Hause. Eine „schöne“ Fahrerei war das ja, aber das Kind kann ja nicht selbst fahren zur Zeit. Am Dienstag dann noch wärmer, puhhhh, da ging dann nur noch Freibad.  Mittwoch besuchten wir Calw, die Hermann Hesse Stadt. Fachwerk wohin das Auge schaut und Herr Hesse steht auch überall rum….

Hübsches Städtchen Calw, irgendwo im Schwarzwald. Den Mittwochabend verbrachten wir auf dem heißen Balkon bei Kind drei und haben den Gasgrill angefeuert. Schöner Abend, kurzer Abend, weil das Kind ja arbeiten musste und muss und wir auch noch wieder 80 km zurück zu Urmeelllll und Ameeeeliii wollten. Mailo war mit! Mit ihm konnte man gut durch den Schwarzwald laufen, jedenfalls am Morgen, wenn es noch nicht so heiß war. Aber ins Freibad durfte er nicht  😉 und sonst war da kein Bach, See oder Tümpel zu finden. So blieb uns immer nur der Hochbehälterweg, ein schöner Spaziergang morgens und abends. Am Donnerstag war dann schon wieder Aufbruch, kurzes Frühstück noch und dann ging es los in Werratal.

Fazit Schwarzwald: Der Campingplatz ist sehr gepflegt und durch die Parzellierung ist die Standrichtung vorgegeben. Man hatte den Blick auf die Rückseite des Wagens vor einem. Also Urrrmmmeeelllll und Ammmeeeliiii sahen die Kloseite vom Fentino! Das Schnitzelrestaurant war Spitze, da wurden die Schnitzel noch selbst gekloppt und wenn man das Gericht Schnitzel mit schwäbischem selbstgemachten Kartoffelsalat bestellt, bekommt man zwei Schnitzel mit wirklich sehr, sehr leckerem und ganz anderem Kartoffelsalat, als ich ihn kenne. Es heißt hier: Schnidzl mid schwäbischem Grombiirasalad….und was der Schwabe nicht aufisst, lässt er sich selbstverständlich einpacken. Sagten die netten Gäste am Nebentisch… Mir würda des Schnidzl gern midnehma, bagga Sie´s bidde oi! So ähnlich müsste das wohl heißen, aber das Schwarzwaldmädel hat uns auch so verstanden. Glück gehabt!

Die Sanitäranlagen waren soweit in Ordnung, aber auch hier gab es den einen oder anderen Camper, der sich nicht an die Hausordnung hielt. Viele hatten gelbe Kfz- Kennzeichen, kann aber auch Zufall gewesen sein  👿 

Das Freibad gleich dran am Platz war natürlich und auch grad bei diesen Temperaturen das Highlight. Da ließ es sich gut aushalten. Unser Aufenthalt im Schwarzwald war etwas zu kurz, um ein aussagekräftiges Statement abgeben zu können, schlecht war es nicht dort, nur viel zu heiß! Ich würde aber wieder dorthin fahren, soviel kann ich schon mal sagen. 

 

Deutschlandrundreise Sommer 2018 – Eifel

Und schon ist es soweit, wie doch die Zeit rennt. Im Urlaub ticken die Uhren irgendwie viel schneller……Etappenziel zwei unserer Deutschlandrundreise war die Eifel. Als ich seinerzeit die Rundreise plante, wusste ich gar nicht wo die Eifel ist. Wir waren in Nordrhein- Westfalen, genauer gesagt in Nideggen, eine kleine Stadt im Kreis Düren. Nideggen liegt am Nordrand der Eifel, hoch oben über dem Rurtal. Die Rur hat ihre Quelle in Belgien, fließt durch NRW und mündet in Holland in die Maas. Wir haben unterhalb von Nideggen, direkt an der Rur einen wunderschönen Stellplatz bekommen, schöner ging nicht. Wir waren auf dem Campingplatz in Hetzingen, wie gesagt an der Rur und schauten hinauf auf die Burg Nideggen. Wahnsinn! Wirklich, richtig, richtig schön dort. Mailo kam nicht so richtig klar mit den Paddlern, die hier vorbei kommen. Er verstand nicht, wieso dort was am Wohnwagen vorbeischwimmt, was er nicht retten darf! Die Rur wird  besonders geschützt, beispielsweise durch das Paddelverbot von Februar bis 15.07. eines Jahres. Und sie ist verdammt kalt…..uns wurde was von 11 Grad Wassertemperatur erzählt….

Der Campingplatz hat eine Besonderheit….da kommt kommt niemand darauf, der hier noch nicht war…….es fährt ein Zug alle halbe Stunde quer über den Platz. Die Schranken sind immer zu und wenn man so wie wir, einen Platz auf der anderen Seite hat, dann muss man bis vor die Schranken fahren und hupen. Es kommt jemand auf einem e-bike angesaust und macht die Schranken auf. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es einen Tunnel. Nach 22 Uhr ist Hupen verboten, da kommt dann keiner mehr, um die Schranke aufzumachen. Dann muss das Auto die Nacht über draußen bleiben. So auch in der Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr. Frau Anmeldung sagt, am besten ihr hupt immer viertel vor oder viertel nach. Wenn sich alle dran halten, muss sie nicht so oft mit dem Bike an kommen.  😆 

Nach dem Aufbau und dem Ausrichten des Fentinos erkundeten wir noch schnell mal den Platz, das Waschhaus, die Kneipe am Platz und die möglichen schnellen Gassiwege, für den Fall, dass es mal ganz schnell gehen muss mit Mailo. Alles perfekt, die Kneipe war so lala, aber für den ersten Abend auf ein Bier und ein Happen zu Essen reichte es. Noch kurz mit den Platznachbarn geschnackt, ein nettes Paar aus Aachen, also von quasi um die Ecke, dann war der Ankunftstag in der Eifel auch schon vorbei. Vor uns lagen nun 4 Tage in der Rureifel.

Am nächsten Morgen ging es wie gewöhnlich immer los zur ersten Mailorunde des Tages…..

 und wenn es sehr heiß war morgens, dann ab in die Rur. Das auch zwischendurch und abends, ganz, wie der Herr es gern hätte. Er hat ja Urlaub, da darf es gern von allem etwas mehr sein

Was sind schon vier Tage für eine Gegend, wie die, in der wir uns befanden? Nideggen stand selbstverständlich auf dem Plan, vor allem die Burg, auf die wir ständig schauen konnten. Also auf nach Nideggen…Auf dem Weg hoch zur Burg gab es viel zu sehen, u.a. eine schöne und sehr imposante Kirche.

Als wir dann oben auf dem Burggelände ankamen, hielten wir gleich mal Ausschau nach dem Campinglatz. Wenn wir unten die Burg oben sehen, dann müssen wir ja eigentlich auch von oben den Fentino auf dem Platz sehen???

Aber wir konnten ihn nicht sehen, war ja klar. Auf dem ersten Bild sieht man ganz links die Rur, dann die vielen Bäume an der Rur und von oben betrachtet, steht der Fentino unter den Bäumen. Die Burg ist sehr beeindruckend und wer mal in der Gegend ist, sollte sich Nideggen und die Burg ruhig mal anschauen.

Nach einer kurzen Pause in Nideggen (so bergauf ist für uns Flachländer anstrengend, noch dazu bei Hitze und etwas untrainiert  🙄 )

haben wir und entschlossen, doch mal schnell zum Rursee zu fahren, damit wir ihn wenigstens mal gesehen haben. Mailo war inzwischen soweit trainiert  😉 , dass wir ihn bis zu fünf Stunden allein im Fentino lassen konnten. Er bewacht unsere Wohndose, natürlich haben wir für angenehme 22 Grad im Fentino gesorgt….Klimaanlage…..Wenn Camping, dann vom Feinsten!  😀 

Am Rursee dann wurde uns die Schönheit der Region nochmal so richtig nahe gebracht. Und da wir nicht nur am Rursee sein wollten, sondern auf dem Rursee, war die Frage: Dampferfahrt oder Tretboot? Wir nahmen Tretboot von wegen untrainiert und so weiter…..

Eine Stunde Tretboot fahren, pralle Sonne von oben und untrainiert, das war nicht ohne! Und für nur eine Stunde Wasser treten waren wir im Anschluss ganz schön kaputt. 

Unser zweiter Ausflug ging nach Aachen. Empfehlung unseres Platznachbarns…. und in Aachen war wir auch noch nie. Los ging es, Infosuse schickte uns auf dem kürzesten Weg und ohne Autobahn dorthin. Wir hörten Gott sei Dank rechtzeitig in den Nachrichten, dass die A irgendwas nach Aachen verstopft sei….Warum wundert mich das nicht? Unser gewählter Kurs führte uns für 3 Minuten durch Belgien, als wir das merkten, waren wir schon wieder in Deutschland. Parkhaus im Zentrum hatte noch einen Platz für uns und rein ins Gewimmel. Aachen hat einen Dom! Um ihn und um das in unmittelbarer Nähe gelegene Rathaus dreht sich hier alles. Ringsherum ist Fußgängerzone und alles ist überschaubar und gut zu Fuß zu schaffen. Aachener Printen wohin das Auge schaut….natürlich haben wir auch welche gekauft. Im Dom waren wir auch, Foto verboten! Aber immerhin Eintritt frei. Und da wir an einem Samstag da waren, wurde auch wie wild geheiratet dort. Im Rathaus und im Dom. 

Die beiden ersten Bilder sind ein Hinweis auf die Nähe zu Belgien, belgisches Konfekt wurde auch an jeder Ecke verscherbelt!

Aachen hat aber auch den Elisenbrunnen, eine umbaute Quelle, aus welcher 53 Grad warmes Wasser sprudelt…..Jede Menge berühmte Leute waren schon da kuren…..wer Lust hat, kann sich die Tafeln ja mal genauer ansehen und durchlesen

Aachen ist sehr sehenswert. Eine hübsche historische Altstadt, um die sich die Fußgängerzonen schlängeln und natürlich auch das ein oder andere Kaufhaus befindet, welches auch in Rostock steht. Oder in Hamburg, in Köln und Leipzig…..und überall.

Aber den hier, den haben wir so noch nicht erlebt. HansWurst! Eine Bratwurstkneipe der etwas anderen Art. Man musste seinen Namen sagen (vor- oder Nachname ist egal)…..Wenn das bestellte Wurstgericht fertig war, dann schrieb jemand: „HansChristian bitte“ …..Bei uns schrie jemand: „HansLeube“……totlach…..

Nicht nur die Zeit in Aachen verging blitzschnell, nein der gesamte Aufenthalt war so schnell vorbei! Was sind schon vier Tage in der Eifel? Man sollte sich unbedingt mehr Zeit nehmen für diese schöne Gegend. Auch wenn der Campingplatz am Wochenende dem Massentourismus zum Opfer fällt. Plötzlich waren dort an der Rur, wo vorher noch unser Tisch und unsere Stühle standen, eine Familie mit zwei oder vier Kindern im Zelt. Der Blick auf die Rur war nun versperrt von der Familie, die mit übergroßen Schwimmtieren und anderen aufblasbaren Dingen wie riesige Sessel und Liegen anreisten und wohl nur für ein Wochenende blieben. Diskretion gibbet net auf dem Camping… wat mut, dat mut…Et hätt noch immer jotjejange!

Fazit: Schön war es in der Eifel. Es war noch nicht ganz so heiß, also man konnte noch gut was unternehmen. Der Campingplatz war okay, unser Stellplatz war der Hit! Die Kölner Familie hat uns zwar etwas zu dolle an ihrem Leben teilnehmen lassen, aber grundsätzlich finden wir es gut, wenn diese Leute sich im Freien aufhalten und so die Kinder weg von den Flimmerkisten holen. Auch wenn Muddi nur in ihrem riesigen aufblasbaren Sessel lag, auch nur mit dem Handy machte und ohne Hilfe nicht aus dem Sitzding kam. Die Sanitäreinrichtungen haben auch sehr unter dem Andrang der Kurz- und Durchreiseurlauber gelitten….an die Vorschriften wird sich kaum gehalten….von wegen was in die Eimer soll und nicht daneben….oder nur mit Badeschlappen in die Duschbereiche…..entweder die Leute können nicht mehr lesen oder aber sie ignorieren Vorschriften einfach. Naja Respektlosigkeit ist eine Eigenschaft, die immer mehr zur Umgangsform wird und leider nicht nur auf dem Campingplatz auftaucht! So….Eifel aus! Am Sonntag 22.7. war dann Abfahrt in den Schwarzwald. Dazu mehr im nächsten Bericht.

Deutschlandrundreise Sommer 2018 – Weserbergland

So, da bin ich wieder….und zwar sitze ich in der wunderschönen Eifel an der Rur (nicht die Ruhr, von der ich dachte, sie wäre hier… ) 😎 nein eben die Rur in der Eifel. Mehr dazu im zweiten Teil des Reiseberichtes!

Der erste Teil meines Berichtes beschreibt unseren Aufenthalt im Weserbergland, genauer gesagt in Hameln, der Rattenfängerstadt. Am Freitag dem 13.07.2018 sind wir los, Fentino hatten wir bereits zu Hause, brauchten ihn also nur noch anhängen. Klamotten und der ganze andere Kram war schon drin und Mailo hüpfte so schnell in das Auto, man konnte meinen, er wüsste, dass es nun in einen dreiwöchigen Urlaub geht. Und das es Freitag der 13. war, störte uns weniger. 397 km sagte Navi, bei einem Hunderterschnitt wären das 4 Stunden plus eine Mailostunde, um 15.00 Uhr schätzten wir, sind wir da. Nix da, es war dann doch schon 16.30 Uhr als wir den Campingplatz in Hameln erreichten. Warum? Staus auf den Autobahnen, besonders schlimm hat es wohl die A7 erwischt. Rechtzeitig entschieden wir uns für die Variante Bundes- und Landstraßen. Nicht nur wir….. 😥 nein viele andere auch. Und dann noch die ganzen Erntefahrzeuge, da war für uns ein Überholen eher schwierig bis unmöglich. Manche machten sich noch einen Spaß, so wie diese Jungs mit den Mopeds vor uns

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welche gutgelaunt und NEBENEINANDER vor uns her tuckerten….Schnell über die Elbe

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Das mit den Bildern geht irgendwie immer noch nicht, da stimmt was nicht! Weiter im Text….

Wie gesagt, wir waren gegen 16.30 Uhr am Campingplatz, Guten Tag! Wir sind´s…wir hatten einen Platz an der Weser reserviert! Hmm, sagte die nette junge Dame, da müssen se mal schauen, ob da noch was frei ist 😡  Wie bitte? Warum reservieren wir denn? Bzw. Sie schrieben doch, dass Sie sich melden würden, wenn etwas nicht so sein kann, wie es sein sollte….! Das fängt ja schon gut an…..aber keine Panik, es fand sich eine Lücke am Ende des Zeltplatzes, erste Reihe, direkt an der Weser.

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Es war nur eine riesige Wiese zwischen uns und der Weser, aber diese konnte man gut für mal schnell mit dem Hund gehen nutzen. Und der Hund liebte es, seinen Schwimmdummy aus der Weser zu retten. Es waren an der Badestelle (da haben tatsächlich Menschen gebadet) aber auch noch andere Hunde, die auch Mailos Dummy retten wollten, das gefiel dem Hundi gar nicht! Deshalb gab er stets alles, um erster am Dummy zu sein. Alle Achtung, da staunten nicht nur die Vierbeiner….Ich hörte, wie eine Zweibeinerin zu einer anderen sagte: „Kannst ruhig rein in die Weser, sieht dreckig aus, ist auch dreckig, kühlt aber ab, nur die Badeklamotten, die riechen dann komisch!“ 😯 

Der Campingplatz gehörte Herrn Üdüli Güdüli aus vielleicht Anatolien. Dort hat er wohl auch seinen WLAN- Server stehen, denn unser Amazon Fire TV- Stick sagte: „Sie befinden sich im Ausland, der Fire- TV- Stick ist nur innerhalb Deutschlands zugelassen!“ Wie bitte? Hameln ist also nicht in Deutschland….unsere Deutschlandrundreise begann irgendwo ausserhalb von Deutschland 😡 ???

Am nächsten Morgen bin ich sofort zur Rezeption, da die nette Dame meinen Ausweis einfach so einbehalten hat, weil ich nicht sofort bei Anreise und das auch noch in bar zahlen konnte/wollte. Sie meinte, das wäre bei Ihnen so üblich, weil es immer mehr „Zechpreller“ gäbe….! Ich bekäme meinen Ausweis zurück, wenn ich den Gesamtpreis in bar gelöhnt hätte. Der Preis kam mir gleich auch komisch vor…..denn auf der Webseite stehen andere Zahlen. Ich bemerkte eine kleine Rechenschwäche bei der Dame….17 und 4 und 2,50 und 9 macht 40! Ich weiß, wer sich jetzt an dieser Stelle „totlachen“ wird….Lieben Gruß an meine Kollegin JPR…. 😛 

All das wollte ich am nächsten morgen klären. Und ich hatte Glück….Herr Üdüli Güdüli war persönlich anwesend….und hat sich schon gewundert, warum da ein Ausweis liegt. Und 40 stimmt schon gar nicht und ja das mit dem Internet geht vielen so und überhaupt. Gute Frau, weil sie es sind, für sie und nur für sie….spääääschel Preisss……macht 30, aber in bar …na klar, habe ich gemacht und das anatolische WLAN wollte ich sowieso nicht mehr.

Der Platz an sich ist eher ein Transitplatz. Ständige An- und Abreisen von Engländern, Dänen, Schweden und Norwegern, ach und Holländern natürlich, Radwanderern mit Zelten usw. . Aber der Platz ist sehr gepflegt und das Sanitärhaus ist schon was Besonderes. Alles sehr schick und sehr ungewöhnlich, sehr sauber, sehr schön alles in allem. Bilder von diesem abenteuerlichen Sanitärhaus könnt Ihr auf der Webseite des Campingplatzes sehen.

https://www.campingplatz-hameln.de/

Die Rattenfängerstadt Hameln ist bekannt durch die Story um den….naaaaa……jawoll Rattenfänger. Die Sage um den flötenden Rattenfänger sagt, dass Herr Bunting, der Rattenfänger, im Auftrag der Stadt Hameln, die Ratten fangen sollte, da diese zu einer Plage wurden. Herr Bunting tat genau das, aber Hameln wollte ihm seinen Lohn dafür nicht geben. Da holte er seine Flöte oder sowas und flötete schön, und zwar so schön, dass alle Kinder (über 200) das toll fanden und ihm folgten in die Berge und nie wieder zurückkehrten. Nur zwei, eins blind, eins stumm oder so…..wie dem auch sei, Hameln macht damit heute wohl richtig Geld. Aber eigentlich sollten sie da gar nicht so stolz drauf sein….Mythos, Sage, Wahrheit…..das Internet sagt alles, ist möglich.

In Hameln war grad Bierfest, wir sind am Samstagabend mal schnell mit den Rädern in die Altstadt gefahren und schauten uns das Spektakel mal an.

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Eine nette kleine Altstadt, viel Fachwerk und ganz viele Hinweise auf den Rattenfänger. Die Rattenfängerapotheke, die Rattenfängerdrogerie, das Rattenfängercafe, das Restaurant zum Rattenfänger, die Rattenfängerhalle, Rattenfängergasse, Rattenfängerbrücke, all das gibt es wohl in der Rattenfängerstadt. Man kann es nicht übersehen. Vor jedem Laden hängen oder liegen Ratten aus Gummi, aus Plüsch, aus Mehl….

Wer sich im Weserbergland aufhält, sollte sich diese Stadt ruhig einmal ansehen, ganz nett. Wir sind noch zweimal dort gewesen, allerdings nur auf Durchreise mit unseren Rädern auf ein Päuschen im Biergarten. Denn wir haben den Weserradweg in beide Richtungen getestet. Von diesen beiden Touren kommen jetzt Bilder, wir sind beide Tage ca. 30 km durchs Weserbergland gefahren. Auch am skandalösen AKW Grohnde vorbei. In unmittelbarer Nähe von Hameln, in Grohnde, befindet sich dieses AKW! Pannen gibt es dort wohl öfter, so sagt das Internet. Aber 2021 soll es endgültig vom Netz gehen, ICH BIN DAFÜR!

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Wir wollten mit der Fähre über die Weser, um auf der anderen Seite des Flusses nach Hameln zurückzukehren. Die Fähre über die Weser ist in Grohnde und hat montags frei! Da haben wir nicht schlecht gestaunt! Ob die Fährmänner am Montag immer Überstunden nehmen?

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So wurde dann aus dem Hinweg auch der Rückweg. Montags hat die Fähre frei tsssss….

Mailo bekommt seine zwei Touren am Tag, eine gleich in der Früh, das ist dann immer mein Frühsport und seiner auch. Eine gute Stunde laufen wir dann durch Wald, Feld oder was sich grad so bietet. Am späten Nachmittag gibt es dann noch eine Runde, etwas länger und mit Trainingseinheiten was das Dummy suchen, bringen und ablegen angeht. Gern auch in Verbindung mit dem Wasser, was bei den derzeitigen Temperaturen auch dem Hund sehr gut tut. Auch hier in der Eifel ist es sehr heiß….nur mal so schnell eingeschoben…

Von meiner Morgenrunde gibt es ein paar schöne Fotos, diese zeige ich Euch jetzt und unsortiert.

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Am Dienstag dem 17.07.2018, gestern, sind wir dann wieder losgezogen. Wir haben wunderbar und fix alles wieder verstaut, Hund rein, Fentino ran und ab ging es zur A2 Richtung Dortmund. Verkehrsnachrichten: A2, Hannover Richtung Dortmund….12 km Stau nach einem ELKAWEE-Unfall….jawoll und weiter A2 Hannover Richtung Dortmund…..Baustelle 1 und weiter… Baustelle 2 und weiter Baustelle 3 und so weiter und so weiter……wie im Mai auch schon, es wird gebaut und gebaut und es staut sich und es staut sich…..Hauptsache der Bund zahlt den Bauleuten auch alles, sonst kommt der Rattenfänger!

Das soll es dann auch schon gewesen sein, wenn wir Etappenziel drei, den Schwarzwald erreicht haben, schreibe ich über unseren momentanen Aufenthalt in der Eifel. Bis dahin, viele Urlaubsgrüße von den Leubis und ihrem Hund!

 

 

 

 

 

 

Campen in der Toskana – Mai 2018 Teil 4

Ich komme langsam zum Ende unseres ersten Campingabenteuers in Italien, dem Weg zurück nach Hause und die dortige Ankunft. Abfahrt von Valle Gaia war am 18.05.2018, pünktlich um 8.00 Uhr in der Frühe standen wir mit Pferd, Kutsche, Reiter und Hund vor der Rezeption, um für unseren Aufenthalt zu bezahlen. Zack, zack, Karte rein und fertig….los gings fünf nach 8.00 Uhr. Wir hatten am Abend vorher alles gepackt, morgens nur noch schnell Duschen, Fentino entleert, Tisch und Stühle rein, angehängt und los…..Übung macht den Meister, das war auch hier so. Je öfter wir Ein- und Auspacken, An- und Abhängen, Auf- und Abbauen…..desto flotter werden wir. Auch mit der Sucherei wurde es immer besser. Anfangs musste ich um bspw. ein Ladegerät zu finden, immer alle Klappen auf und zu machen, um erfolgreich zu sein. Jetzt weiß ich genau, wo was liegen muss im Fentino! 

Wie schon gesagt, pünktlich ging es los, wir hatten bis nach Hause 1.600 km vor uns und Zeit bis zum 22.05. um 8.00 Uhr, denn dann sollte das Büroabenteuer wieder beginnen….oder musste…

Geplant war für den ersten Reisetag, zumindest in die Nähe des Brennerpasses zu kommen, um am nächsten Morgen schnell rüberzuhuschen. Der Pfingstreiseverkehr wird am Samstag, vor allem auch in Süddeutschland heftig werden. Wir sind so gut Richtung Norden gekommen, dass wir am Freitag gegen 18.30 Uhr am Tegernsee ankamen. Und für alle, die nicht gleich wissen, wo der ist…..in Bayern! Südbayern! Ich habe auf meinem Handy eine Campingapp…..die hat mir Campingplätze in der Nähe gezeigt, bei einem rief ich an und es hat sofort geklappt. Jooaaa, freili…..mir hambs oa oder zwoa freie Transitplätze für oane Noacht…..Also Navi an und runter von der Autobahn. Hat gar nicht lange gedauert, dann waren wir auch schon da. Uns wurde Transitplatz 6 zugewiesen, 20 gibt es, fünf waren also schon belegt. Wir kamen uns vor, wie einer der vielen LKW auf einem Autohof, wie auf einem Parkplatz. Alle brav nebeneinander, man konnte gleich feststellen, wer den längsten hat  😆 wir nicht!

https://www.kaiser-camping.com/

Man musste um korrekt zu stehen, rückwärts einparken! Das können wir noch nicht so gut, vor allem nicht, wenn alle so dämlich zuglotzen. Der Mann auf Stellplatz fünf konnte das nämlich auch nicht so gut, wir schauten heimlich zu  😎 und dachten: „Schitt, gleich sind wir dran!“ Auf Stellplatz drei saß eine Familie (Tisch und Stühle waren draußen :mrgreen: ) und glotzten und grinsten…..neeeeee, Freunde, nich mit uns! Abgehängt und reingemovert, bevor wir uns zu Deppen machen…..Wozu haben wir das Ding denn? Der Kutscher hat die Kutsche aufgebockt und etwas Wasser eingefüllt, unsere mitgebrachten Pflanzen gegossen und ich bin mit Mailo los, dem waren die Beine schon verknotet in der Box  😀 

Dann sind wir fix was essen gefahren, das geht in Bayern ja prima. Da hats joa Wirtshäuser, joa mei, das glaubst net….

Endlich mal wieder was Deftiges…..Dann ging es zurück zu Fentino auf Stellplatz sechs und ab in die Falle. Der Samstag wird bestimmt schlimm, schließlich ist Pfingstreiseverkehr und das auf den deutschen Autobahnen, Baustellen, Baustellen, Baustellen…..mal schauen, wie weit wir kommen werden. Kurz vorm Einschlafen reiste Parkplatz 7 an. Doppelachser Hobby, Familie mit 2 Kindern, wobei eines davon füchterlich am Plärren war, weil das andere dem Plärrenden die angeblich letzte Caprisonne weggetrunken hätte. Na die hatten ja vielleicht ein Stress…..Wie hellhörig das ist, wenn die Kisten Seite an Seite stehen, sollte man besser flüstern!

Samstag morgen, wir waren schnell Duschen, schnell nochmal mit Mailo, angehängt und weiter ging die Fahrt Richtung Norden. A9 Richtung München, Kinders…Ihr glaubt gar nicht, was sich da bereits Richtung Süden auf den Weg gemacht hat. Richtung Norden ging es noch ganz gut, wären da nicht die Baustellen. Bayern 3, Nachrichten, Stau auf der A9 Richtung Nürnberg…..das trifft uns. Nun gut, das wußten wir, da müssen wir durch. Ziel war, bis nach Sachsen zu kommen, Leipzig! Die amtierende Verkehrsministerin Bayerns erklärte gegenüber dem Bayrischen Rundfunk, sie wisse um die Situation auf den bayrischen Autobahnen, aber sie versichere, dass alles Menschenmögliche getan wird, um die Situation zu verbessern. Es wird Tag und Nacht gebaut, auch an Wochenenden und Feiertagen…..häääääää……haben wir uns verfahren? Die Baustellen, die wir durchqueren durften, waren verweist. Kein Bagger, kein Mensch….nix bewegt sich auf dem Bau! Seltsam!

Wir kamen bis Leipzig, machten einen Stopp um Bruder/Schwager zu treffen und dachten, was solls, die 400 km schaffen wir jetzt auch noch. Dann sind wir gegen 20.00 Uhr zu Hause, perfekt, läuft besser, als geplant! Und wir haben noch zwei Tage frei….um Auszupacken, Auszuräumen und zu Waschen und so….und viellicht zu Kind eins zum Grillen zu fahren? So ist es auch gekommen, nur dass wir nicht gegen 20.00 Uhr zu Hause waren, sondern erst gegen 22.30 Uhr! Warum? Ihr wißt es…..Pfingstreiseverkehr an die Ostsee auf Autobahnen, die gefühlt eine einzige Baustelle sind……Spur weg, noch eine weg, an Kreuzen kommen drei volle Spuren dazu, 100 Meter weiter gehen wieder vier weg……es war eine Katastrophe….um Berlin herum kam der Verkehr zum Erliegen! Gründe:

  1. Baustelle,Baustelle, Baustelle,
  2. Pfingstsamstag
  3. Championsliga – Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin
  4. Karneval der Kulturen in Berlin

Das alles hat zur verspäteten Anreise geführt, wir waren teilweise auch ziemlich genervt. Aber was soll´s, wir kamen spät, aber wir kamen. Dumm war nur, dass es in der Halle, denn dahin mussten wir Fentino noch bringen, kein Licht gab! Aber auch das ging irgendwie, ausgeräumt wird Pfingssonntag. Unsere lieben Nachbarn versorgten während unseres Urlaubs unsere Katze und leerten die Briefkasten. Als wir abends kamen, war bei ihnen eine Feuerchen an, da konnten wir gleich mal rüber und zusammen noch ein Bierchen trinken. Perfekte Ankunft! Auf zu Hause haben wir uns auch sehr gefreut, wir hatten eine Malerfirma beauftragt, unsere Hausfassade zu Streichen. Das taten sie auch und vor allem sehr gut. Die von uns ausgesuchte Farbe war so ganz anders, als die urprüngliche Hausfarbe. Aber bekanntlich liegt ja Schönheit im Auge des Betrachters, ich meine, schön ist, was gefällt. Und uns gefällt es!

Ich komme mit ein paar Bildern von Haus und Garten zum Ende des Reiseberichtes. Die nächste Tour ist geplant, geht durch Deutschland und beginnt am 13.07.2018. Drei Wochen werden wir folgenden Kurs nehmen:

Weserbergland, Eifel, Schwarzwald, Werratal, Havelland und zurück. Dann werden wir den Fentino in die Halle bringen und ihn eventuell für September und Oktober nach Sternberg bringen. Da werden wir dann das ein oder andere Wochenende verbringen und dann den Fentino in den Winterschlaf schicken. So ist der Plan. Und bei Kind eins waren wir auch zum Grillen am Pfingssonntag eingeladen….. 

Viele Grüße an alle, die sich tapfer durch mein Gelaber lesen. Ich werde in der nächsten Woche die Wochenrückblicke wieder schreiben, los geht es mit den beiden Wochen nach unserem Urlaub.

 

Campen in der Toskana – Mai 2018 Teil 3

Willkommen im dritten Teil unseres Campingberichtes…….Los geht es! Abfahrt Gardasee am Freitag dem 04.05.2018. Strömender Regen, die ganze Nacht schon! Der Platz war so aufgeweicht, dass zu befürchten war, dass wir Fentino gar nicht bewegt bekommen. Mit Ziehen und Schieben wird das nichts…..Der gut strukturierte Campingplatz Fontanelle hat selbstverständlich ein Kassenhäuschen, ab 8.00 Uhr geöffnet für alle Abreisenden. Die freundliche Kassiererin bot an, bei Schwierigkeiten den Mann mit dem Traktor zu rufen. Der zieht den Fentino da raus. Da war ich aber froh, auch wenn es Frau Freundlich nicht in erster Linie um unsere Schwierigkeiten ging, sondern vielmehr um den Platz. Der könnte nämlich stark beschädigt werden, wenn wir das selbst übernehmen….Wir haben es aber selbst übernommen und dank unserer Rangierhilfe kam Fentino brav aus dem Stall  😆 Mailo und ich warteten im Auto, wir waren schon sehr durchnässt, unser Chauffeur musste den Wagen noch anhängen. Dann aber ging es los, tschüss Gardasee…..ab in unsere geliebte Toskana. Außer das am Gardasee die Autokarawane schon wieder unterwegs war und sich auf der Autostrada A4 sowas wie Berufsverkehr bewegte, ging es flott in Richtung Parma- La Spezia – Viareggio – Pisa – Livorno – Cecina – Casale Marittimo!

Am Nachmittag erreichten wir Valle Gaia…..eine Campinganlage, wie sie nicht nur auf den ersten Blick, schöner nicht sein kann. Waaaoooooo  😆 

Da wir offensichtlich die einzigen Anreisenden an diesem Tag waren, wurden wir persönlich begrüßt und eingewiesen. Wir bekamen Stellplatz 301…..ein riesiger Platz, Komfortplatz selbstverständlich. Hier mal Bilder vom Platz, sie wurden während des gesamten Urlaubs geknipst….

Wie Ihr ja wisst, sind wir nicht zum ersten mal in der Toskana. Wir kennen Florenz, Pisa, Siena, Lucca, Monte Argentario, wir waren auf Giglio und haben noch die Costa Concordia auf der Seite liegen sehen  🙄 , wir waren in der Maremma, im Chianti, in San Gimignano, Volterra, wir kennen Grosseto, Porto Santo Stefano….Arezzo nicht zu vergessen. Ob die Creté südlich von Siena, ob Montalcino oder Montepulciano, auf Elba waren wir auch..oder in Pitigliano und in Pienza. Oft waren wir auch am Monte Amiata, dem höchsten Berg im Süden der Toskana. Wir besuchten Klöster wie die Abtei Monte Olivito Maggiore oder die Abazzia San Galgano….wir waren auch in den Schwefelquellen von Saturnia und haben mehrmals den Tarot garden von Niki di Saint Phalle besucht, Ihr wisst schon, die Erfinderin der dicken Nana- Figuren…..

http://ilgiardinodeitarocchi.it/de/

….ich könnte stundenlang aufzählen, was wir in der Toskana alles schon besucht haben. Und trotzdem gibt es immer wieder Dinge, Orte, die wir so oder noch nicht kannten. Jetzt aber ging es um das Campen in der Toskana und um die Gegend um den Campingplatz herum. Viel Fahrerei wollten wir nicht, also war der Plan….Strand oder Wandern oder Nichtstun auf dem Campingplatz! Und genauso war es dann auch…..Ich beginne mit Strand!

Leer war es dort immer…..weil? Das Wetter! In diesem Jahr war es in der Toskana kühler als sonst, aber wärmer, als sonst bei uns. Es war oft bedeckt, hat manchmal auch geregnet, allerdings eher abends oder in der Nacht, die Temperaturen gingen nicht oft über 25 Grad. Aber wir waren immer draußen, hatten niemals Socken an und gingen ins Meer. Das Mittelmeer hatte dort 18 Grad, das ist für uns Ostseemenschen hochsommerlich! Aber nicht für den Italiener und schon gar nicht für die Italienerin! Wir waren sehr oft ganz allein am Strand, das hat richtig Spaß gemacht. Auch wenn wir uns das ein oder andere mal einen Spielkameraden für Mailo gewünscht haben. So mussten wir ständig Dummy, Stock und Frisbee werfen, damit der Bursche mal ordentlich am Rennen ist….und Baden sowieso, da kennt er nichts!

Wandern waren wir nicht nur am Strand, es gab in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz einen Wanderweg, der durch die Berge führte in Richtung Casale Marittimo. 

Eine wirklich empfehlenswerte Wanderung, es gibt so einige Wanderrouten dort. Der Campingplatz hat eine Broschüre auch in deutscher Sprache, da konnte man jede Menge über Wanderungen zu Fuß, Fahrradtouren und Sehenswürdigkeiten in der näheren und entfernteren Umgebung erfahren. Es werden sogar Tagesreisen nach Rom angeboten, aber ganz ehrlich? Wir waren schon in Rom, 4 Tage und es hat nicht gereicht, diese Stadt kennen zu lernen. Deshalb empfehle ich allen Toskanabesuchern, in der Toskana zu bleiben und lieber einmal mehr dorthin zu fahren. Bestenfalls nimmt man sich für jeden Urlaub eine Provinz vor, dann sind schon mal die nächsten 10 Urlaube verplant. Wir waren manchmal auf Tagestour in Umbrien, Lago di Bolsena, Lago die Trasimeno, Assisi, Perugia….alles sehr schön, nur nicht geeignet für nur einen Tag. Nehmt Euch Zeit für die Toskana! Dann könnt Ihr sie genießen und fangt an die Toskaner, ihre Lebensart, ihre Eigenarten, ihr Essen und ihre Sprache zu verstehen. Strand und Wandern hatte ich, jetzt noch zum Nichtstun…..das taten wir oft…..nichts. Einfach so rumsitzen oder rumliegen und lesen oder in die Luft gucken…..das funktioniert nirgends so gut, wie beim Campen. Der Campingplatz ist Spitze! Tolle Sanitärgebäude, alles blitzeblank, ein Alimentari mit all dem, was man grad braucht, perfekt. Pool war noch zu…… 😥 war ja auch Wattejackenwetter für die Italienierinnen…..uns hat es nicht gestört, für die Großfamilien aus Holland war es eventuell etwas schade. Aber der Alleinerziehende Papa aus Deutschland, vielleicht war es aber auch ein Papa- Urlaub, hatte schon zu tun, die beiden Kleinen zu bespaßen bei POOL ZU! Die Anlage ist terassenförmig, wir standen selbstverständlich oben und konnten über die Hecke auf die Terrasse unter uns schauen, um die paar anderen Miturlauber zu sehen. Einige hörten wir, nicht, dass sie nah dran waren, nein sie kennen es nicht, sich in normaler Lautstärke zu unterhalten. Brüllen auf Schwäbisch, Bayrisch und Holländisch, dies ist für manch eine Familie die bevorzugte Art zu kommunizieren. Aber wie gesagt nur manch eine….alles in allem war es sehr sehr ruhig. Zum Einkaufen fährt man nach Cecina, da ist dienstags der größte Markt der Region. Hier gibt es Klamotten und Klamotten, Schuhe und Klamotten, Taschen und Klamotten….aber auch Käse, Peccorino natürlich, Oliven, Honig, Schinken und Salami…alles eben für in den Bauch und außen drumherum….

Diese Bilder sind vom Markt in Donoratico, der ist kleiner, donnerstags und hat auch Peccorino und Salami und Klamotten und Schuhe und Taschen….

Eis essen geht immer gut in San Vincenzo…..auf dem Weg zum Strand oder vom Strand….

Lebensmittel kauft man am Besten in Cecina bei COOP, CONAD….sehr schöne Supermärkte mit allem, was die Toskanaküche braucht und manchmal auch nicht braucht…..wie Maggi……Es gibt in Cecina auch einen LIDL  😥 und einen Penny, wobei letzterer mit italienischem Angebot aufwartet, LIDL hat da schon vieles aus Deutschland rangekarrt und in die Truhen gelegt…..wir bevorzugen Penny und die italienischen Supermärkte. Gemüse kauft man am besten direkt an der Straße, bei einem der vielen Stände. Diese gibt es überall, der Acker und die Gewächshäuser befinden sich direkt hinter den Ständen. Frischer geht nicht…..

Klamotten shoppen geht prima in Pisa. Da gibt es Moda Italiana…..die feine und gar nicht mal so sehr teure Mode. Das können sie, die Italiener! Und Schuhe erst…….und Taschen…..Schmuck…..

Zum Essen, wir waren nur einmal schick Essen im Robin Hood. Dieses Restaurant befindet sich in der sich dem Campingplatz anschließenden Ferienwohnanlage La Cassetta. Ein super Restaurant, spitzenmäßig. Hat seinen Preis, 105 € für uns den Abend…..aber dafür gab es für mich Antipasti Misto, Gemischtes aus der Region, erster Gang (primi piatti) Papardelle con Cinghiale (Bandnudeln mit Wilschweinragout), eine Spezialität in der Toskana und zweiter Gang (secondi piatti) Scampis mit Kapern und Tomaten…….Antipasti war für zwei, der Herr hatte zum primi piatti Spaghetti Vongole (Nudeln mit Muscheln) und zum secondi piatti gab es eine gegrillte Orata (Dorade) con Spinaci (Spinat) als Beilage. Dazu Vernaccia, Weißwein aus der Region um San Gimignano. Dolce (Nachtisch) fiel fast aus…..aber un caffé … einen Kaffee, der musste noch. Caffé in Italien ist Espresso in Deutschland….

Apropos Esssen: Die Campingküche war sehr vielfältig…..nachfolgend und abschließend mal einige Bilder davon

 

Auch dieser Urlaub war zu kurz und plötzlich hieß es ABREISE. Viel zu schnell war alles wieder vorbei und die Packerei ging los. Am 18.05.2018 war Abreise und entgegen meiner Ankündigung nur drei Teile Urlaubsbericht zu schreiben, wird es noch einen Teil geben. Bis dahin kommen jetzt noch ein paar übrig gebliebene Fotos aus der Tsokana….tschüss und winke, winke. Bis bald!

Campen in der Toskana – Mai 2018 Teil 2

…wo war ich stehengeblieben?……Ankunft am Gardasee am 29.04.2018! Weiter geht es…..

Wir hatten einen Stellplatz, einen Komfortstellplatz wohlgemerkt, für die Zeit vom 29.04.2018 bis 04.05.2018 reserviert, sicher ist sicher, dachten wir.  Wir wussten nicht, was da so los ist auf den Campingplätzen in einer der beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen. Aus zwei Gründen sollte man dies nicht tun am Gardasee zu der Zeit:

  1. Es gibt tausende Campingplätze und alle sind nur max. zur Hälfte belegt zu der Zeit.
  2. Man nimmt, was einem zugeteilt wird und stellt spätestens nach Aufbau aller Campingutensilien fest, dass es an anderer Stelle viel bessere Stellplätze gibt. Wenn man dann nur 4 Tage dort bleibt, überlegt man sich den Umzug. Wir entschieden uns dagegen, leider!

Unser Komfortstellplatz war angenehm groß, hatte einen eigenen Wasser- und Abwasseranschluss und selbstverständlich auch Landstrom. Soweit so gut…..er lag aber an einer Einbahnstraße, was bedeutet, dass alle Fahrzeuge eines sehr großen Abschnittes des Platzes immer bei uns vorbeifuhren, wenn sie den Campingplatz verlassen. Die Ausfahrtschneise quasi….ich persönlich fand das sehr ungünstig, Nachbarn von uns hatten da weniger Probleme. Noch dazu war trotz Reservierung im Vorfeld der Platz nicht gemäht, so dass es große Schwierigkeiten mit dem Einstellen des Hängers gab. Der Boden war sehr aufgeweicht, mit Schieben war da nix…..und der Mover hat den Wagen zwar richtig positioniert, allerdings sah der Rasen dann auch entsprechend aufgewühlt aus.  🙄 

Aber es gab ja sehr nette Nachbarn……anfangs…….links neben uns gab es ein sog. Mobilheim……einen Conainer zum Wohnen, die Holländer stehen drauf, rechts neben uns stand ein mittelaltes Paar aus BAYERN mit ihren beiden Dackeln. Campingausrüstung vom Feinsten…..WOHNMOBIL, weil Wohnwagen machen die aus dem Osten. Selbstverständlich war Sepp (so nenne ich ihn mal) zur Stelle und bot Unterstützung an. Danke, wir bekommen das schon hin, bleiben ja nur vier Tage, da braucht es nicht soviel Aufbau……Zack, schon das erste mal waren wir durchgefallen……dann trat unser Mailo in Erscheinung, was Frau Sepp gaaaanz schlecht fand. Doas iiiis jo a Joagdhund????? Tut der was? Unsäre Doackels hoaben Ankst voar soa Tier……Nein, nein, das ist Mailo, der tut nichts…..so ich! Doas sogs se olle…..Wie dem auch sei, Frau Sepp hat immer drohend die Hände in Abwehrhaltung gebracht, wenn sie zu ihrer Wasserstelle ging und Mailo dies interessiert beobachtet hat. Und je mehr Frau Sepp ihre Arme nach oben bewegte und die Handflächen zu Mailo zeigte, desto mehr bellte Mailo Frau Sepp an……das zweite mal durchgefallen!

Am dritten Abend kam Herr Sepp von der Dackelgassirunde……beide Dackels ganz kurz an der Leine, weil Bestie Mailo schon über die Hecke schaute und schwanzwedelnd die bayrischen Hundepüppis begrüßen wollte…..Herr Sepp fragte, ob der Hund denn schon gefressen hätte? Und was er denn so frisst, wenn er frisst……ich, nichts ahnend und ehrlich: ROHFLEISCH! 

WOOOOOOAAAAAAAAASSSSSS? Dackels kommt, wir müssen schnell zur Moatter….das dritte mal durchgefallen. Nächsten Tag war Familie Sepp abgereist!

Der Platz an sich ist schon ganz schön. Es gibt Stellplätze direkt am Gardasee, unparzelliert und nicht als Komfortstellplätze geführt. Das sind die besseren Stellplätze. Dann gibt es einen Campingplatz im Olivenhain, der Campingplatz daneben, welcher aber zumindest in der Vorsaison bzw. zur Zeit unserer Anwesenheit über eine gemeinsame Rezeption geführt wird. Dieser Campingplatz wäre für uns besser gewesen. Sollte es nochmal zum Gardasee- Camping gehen, dann dort. Wahrscheinlich ist aber, dass wir den Gardasee die nächsten Jahre nicht besuchen werden, weil wir als Vor- und Nachsaisoncamper in einer Region waren, die landschaftlich wirklich sehr, sehr schön ist, aber völlig überlaufen. Die Region hat sich den überwiegend deutschen Besuchern angepasst und hat mal flott vieles typisch Italienisches abgeschafft und Deutsches bzw. von Deutschen bevorzugtes aufgebaut. LIDL und Co. soweit das Auge reicht, der kleine italienische Alimentari ist kaum zu finden. Einkaufszentren noch größer, als die großen in Rostock….und Pommes und Eisbein in Riva del Garda. Gefühlt steppte dort der „deutsche Bär“ wie in der Hochsaison an der Ostseeküste auf Usedom! Man muss sich gut umschauen bzw. etwas abgelegenere Orte aufsuchen, um den Gardasee und seine umliegende Landschaft als außergewöhnlich schön zu empfinden.  Aber es gibt sie durchaus, die schönen Plätze am Gardasee. Die Reisezeit scheint sehr beliebt zu sein, denn es war sehr, sehr voll am Gardasee, auch wenn die Campingplätze nur halb voll waren. Die Straßen rund um den See waren ständig verstopft, Auto an Auto schob sich nach oder von Riva in alle Richtungen. Wir waren in San Felice del Benaco, am südwestlichen Ufer des Sees. etwas ruhige aber auch mit Pommes und Eisbein und LIDL. Allerdings fanden wir einen Italomarkt, zugegeben, kein kleiner Alimentari, aber überwiegend italienische Produkte in einem Supermarkt. Das war schön, da gab es den Grana Padano zum Schnäppchenpreis. Naja, kommt auch von dort der leckere Käse….

Zurück zum Camping: Wirklich, wirklich sehr schöne und sehr saubere Sanitärgebäude. Das muss man schon sagen, das funktioniert dort sehr gut. Die Lage des Platzes, direkt am See, super. Für Hunde, auch für Joagdhunde  😉 ist gut gesorgt, Hundebadestelle, überall Hundetoiletten, gut gefüllt mit Tütchen, sogar eine Hundespielwiese in einem Olivenhain…..sehr schön. Das macht Spass. Naja und die Nachbarn…..waren dann ja weg. Alles in allem ein 4- Sterne- Platz, der seine 4 Sterne auch verdient. Sehr durchgeplant, wenig persönlich aber sehr, sehr sauber und gepflegt. Poolanlagen waren noch nicht geöffnet……war ja noch Wattejackenzeit in Italien….nur 22 Grad……brrrrrr…….Pizzeria und Restaurant, Tennisplatz und Spielplätze für die Kids, alles da….und trotzdem nicht unser Favorit. Der kommt erst noch…..in Teil 3……

Eine Rundreise um den See haben wir unternommen, wir hätten es lassen sollen, da, wie schon gesagt, Auto an Auto sich um den See schob. Aber, wir waren in Salo del Garda, wat für ein schönes Städtchen…..

Verpflegt haben wir uns überwiegend durch Eigeninitiative…unser neuer Campinggrill wurde eingeweiht und mein persönlicher Chefkoch hat die Herausforderung angenommen und mit den wenigen Kochuntensilien Essen bereitet, wie es auch zu Hause sein könnte…..hmmmmmm….

Fazit erstes Camping am Gardasee: 

  1. Zuviel los im Mai
  2. schöner Platz, aber gibt auch schönere mit weniger Sternen und weniger Schickschnack
  3. Wetter war so lala, zweimal Regen, einmal richtig dolle und stundenlang
  4. zuviel Germany am Gardasee

Zum Schluss noch mal paar Bilder, die ich nicht unterbringen konnte

Die Abreise vom Gardasee war am 04.05.2018 und musste laut Platzvorschrift bis 11.00 Uhr erfolgt sein. Das haben wir geschafft, trotz strömenden Regens…..allerdings machten wir uns dann völlig durchnässt auf in die Toskana……aber das dann in Teil 3.

Arrivederci…..Gardasee…..Arrivederci liebe Leser/Leserinnen!

Campen in der Toskana – Mai 2018 Teil 1

Jetzt geht es los, der erste Teil unseres Abenteuers wird für die Welt und die Ewigkeit notiert…..auch wenn in ganz Europa die aktuell viel diskutierte Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten ist, welche das Verabeiten, das Speichern und sonstiges Getue mit personenbezogenen Daten unter Androhung von extremen Bussgeldern bei Verstößen regelt…..ich willige ein, meinen persönlichen Reisebericht im www für alle zur Verfügung zu stellen! Diese Einwilligung gilt für alles, was ich hier so aufschreibe, aufgeschrieben habe und aufschreiben werde  😉 

Los ging es am Freitag, dem 27.04.2018, Fentino stand schon seit Ostern in Sternberg und wartete auf die Abreise nach Italien.  Am Abend vor der Abreise haben wir uns kurz in der Sternberger Innenstadt umgeschaut, sehr hübsch dort. 

Am Samstag um 08.00 Uhr gab es noch schnell ein super Früstück im Camping- Lokal und dann war es soweit. Die knapp 1.600 km zum Ziel in der Toskana wurden in Angriff genommen. Gut gelaunt, satt und vollgetankt machten wir uns auf den Weg nach Franken. Dort sollte die erste Übernachtung auf einem Campingplatz stattfinden. A 19 Richtung Berlin, A 24 Richtung Berlin…..Pferd, Kutscher und Kutsche sausten im Rahmen gesetzlicher Vorschriften gen Süden. Bis zur A 10, dann meckerte die Infosuse…..Stau auf dem Berliner Ring wegen Baustelle….neue Route wurde berechnet. Hervorragend, direkt durch Berlin, am Samstagvormittag gegen 11.00 Uhr……Wenn das die Alternativroute ist, dann muss es auf dem östlichen Berliner Ring wohl zum Erliegen des gesamten Verkehrs gekommen sein? Keine Ahnung, wir vertrauten der Infosuse und hatten auch was davon: Nämlich zwei Stunden Verzögerung! Weiter auf der A9 Richtung Leipzig…..gefühlt wurde NUR auf der Hälfte der Strecke gebaut. So auch von Leipzig nach Nürnberg…..immer wieder Baustelle…immer wieder Stopps…..die gute Laune verzog sich langsam. Irgendwann kamen wir dann aber zum reservierten Stellplatz an einem Waldsee in Franken, schöne Gegend, der Platz allerdings war chaotisch. Nette Leute in der Anmeldung, das schon, aber was für ein Durcheinander. Die Wohndosen standen dicht an dicht, dazwischen Autos und ganz viele Grills, die grad gut gefüllt vor sich hinqualmten…..Nur eine Nacht, das waren unsere Gedanken, als wir das sahen. Angeblich hatten das plötzlich schöne Wetter und der Brückentag am 30.04. einen unerwarteten Andrang auf genau diesen Campingplatz ausgelöst, es wirkte wirklich sehr sehr unerwartet…..Aber die Gegend ist schön….

Am nächsten Morgen gegen halb neun ging es weiter Richtung Süden. Ziel war San Felice del Benaco am Gardasee. Vor dem Campingplatz warteten tasächlich Camper auf das Freiwerden von Stellplätzen, also sehr gut nachgefragt scheint der Platz ja zu sein  🙄 Zu der Zeit hatten wir noch nicht soviel Campingerfahrung, aber in Thiessow auf Rügen und in Sternberg gab es deutlich angenehmere Campingplätze. Die Fahrt zum Gardasee verlief wie am Vortag, in Deutschland sind die Autobahnen daran zu erkennen, dass dort gebaut wird. In Österreich ist es auch schon seit Jahren so, aber diese Landleute wollen dafür auch noch Geld. Wer 2 Stunden über die Inntalautobahn fährt, kauft eine 10- Tages- Vignette. Darüber ärgern wir uns jedes Jahr aufs Neue, aber bis auf den Preis ändert sich nichts. Der steigt, steigt und steigt…..dafür bekommt man aber auch ordentlich Baustellen und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Naja, wir dürfen ja eh nur 100 km/h……Apropos Geschwindigkeitsbeschränkungen…..dass man in Italien, auf Autobahnen OHNE Baustellen, aber mit einer sog. Kilometer- Maut nur 80 km/h fahren darf, dass wussten wir nicht. Jedenfalls nicht bis folgendes passierte:

Für das Passieren des Brennerpasses haben wir selbstverständlich gern 😥 gezahlt, es ist allerdings auch eine sehr beeindruckende Strecke durch und über die Alpen…so ganz OHNE Baustelle. …..Es wurde immer dunkler und in Südtirol, kurz vor Bozen…..passierten zwei Dinge! Es fing an zu regnen und es gab ein Stelldichein mit der italienischen Autobahnpolizei. Diese überholte uns und gab uns zu verstehen, dass wir BITTE FOLGEN! Gerne doch……runter von der Autobahn, Maut gelöhnt und da standen die beiden schicken Herren schon, bzw. saßen in ihrem Auto, es regnete ja. Schließlich kam dann doch einer der Herren zu uns…..Guten Tag! Ich bin Herr di Napoli ……schöner Name, wie bei uns Müller…….Dort in Südtirol wird deutsch gesprochen, somit wussten wir nach einer Minute, dass wir zu schnell waren und im Überholverbot überholten. Hääääää? In Italien gilt auf Autobahnen für Gespannfahrzeuge 80 km/h, nicht 100 km/h wie in Deutschland. Und dann haben die Italiener sich was ganz Feines ausgedacht: Auf der Brennerautobahn gibt es ein generelles Überholverbot für LKW. Das Schild, rund, roter Rand, roter LKW links neben schwarzem Pkw….nicht zu übersehen…..aber darunter ganz klein und eckig und weiß…..ein Zusatzschild…….ein schwarzer Pkw mit schwarzem Hänger….was heißen soll, das Überholverbot gilt auch für Gespannfahrzeuge. Herr di Napoli war ein ganz netter, er wollte nur für das Überholen Geld, sofort und in bar….60,00 € ……weniger Eis und weniger Pizza im Urlaub, dann passt das schon. Herr di Napoli betonte, dass er auch gar kein großes Ding daraus machen will, alles nur ganz schnell wenig trara……hmmmmm. Ich überlegte die ganze Zeit, wie wohl sein Vorname ist. Maurizio? Gino? Claudio oder ist er ein Andrea? Auf der Weiterfahrt legten wir fest, dass er Roberto heißt!

Die Fahrt ging dann gut voran, immer schön 80 km/h und niemals überholt. War ja Sonntag und keine LKW……Dann endlich sagt Infosuse: „nach 2 KM bitte die Ausfahrt nehmen und dann sofort rechts in Richtung Peschira del Garda“ Hurra, gleich geschafft, nur noch 50 KM immer am Gardasee lang….Denkste….Stau auf der A4 Venedig- Mailand! Schnell mal eine Stunde verloren, aber dann fanden wir unseren Campingplatz am Gardasee ohne Probleme. San Felice del Benaco, ein kleiner schöner Ort direkt am Gardasee, am südwestlichen Ufer. Die ruhigere Gegend….dachten wir…..aber dazu mehr im Teil 2 unseres Reiseberichtes….