Reisebericht Stettin Teil 2 – Kurzurlaub im Februar 2018

Stettin Tag 2

Heute ist unser zweiter Tag in Stettin, wir ließen es zunächst sehr ruhig angehen heute morgen. Ausschlafen war angesagt, dann hieß es für mich, über den gestrigen Tag zu schreiben, die Bilder zu sortieren, sie hochzuladen und in der richtigen Reihenfolge zu platzieren. Zwischendurch gab es ein lecker Frühstück und es wurde der zweite Ausflugstag in Stettin geplant. Ein Blick aus dem Fenster sagte, nicht ganz so sonnig, wie am ersten Tag, aber trocken, wenn auch trüb.

 

Wir nahmen uns vor, die Attraktion Stettins überhaupt zu besuchen, die Hakenterrasse. Waly Chrobrego, von dort kann man das Panorama der Oder und des Hafens bewundern. Die Anlage entstand zwischen 1900 und 1914 (Wikipedia), auf dem Gelände eines ehemaligen Forts. Benannt wurde das Bauwerk nach dem langjährigen Oberbürgermeister Stettins, Hermann Haken. 

Also machten wir uns auf den Weg und es begegneten uns Gebäude und Plätze, die wir schon am ersten Tag sahen:

 

Und dann kamen sie, die schönsten Sehenswürdigkeiten von Stettin……das Wojewodschaftsamt und die Hakenterrasse!

 

Weiter ging es in Richtung Altstadt, hier gab es noch einige Paläste zu bewundern und das ein oder andere Denkmal….

 

Bei einer Pause in einem indischen Restaurant, welches thailändische Küche anbot und Kathmandu hieß  😆 überlegten wir uns, die gelbe Route noch zu nehmen. Die gelbe Route war in unserem Stadtplan die Goldene Route, sie führt den Besucher an Denkmäler vorbei. Insgesamt 12, 9 davon haben wir gemacht, dann war genug mit Kunst, Kultur und Geschichte aus Stettin  😎 

Los ging es mit Denkmal eins, das Denkmal zum Dank an die sowjetischen Soldaten.  Das war weg, oder besser….wir fanden es nicht, so sehr wir es auch suchten. Nun ja, böse, wer da Böses denkt….

Denkmal zwei, das war der Mann Colleoni auf dem Pferd von gestern, der im Original in Venedig steht. An ihm sind wir dann heute vorbei gelaufen.  Denkmal drei ist die Denkmalallee und Denkmal vier das Seemannsdenkmal

 

Denkmal fünf ist das Rektoratsgebäude, Denkmal sechs noch eine Stadtverwaltung und Denkmal sieben, das ist Papst Johannes Paul der II. Er war da schon mal, hinter der Stadtverwaltung im Park und hat geredet vor vielen Menschen, deshalb das Denkmal und auch weil er ja Pole war und Pabst. Die Stadtverwaltung von Stettin leistet sich neben dem roten Rathaus auch noch einen grünen Palast. Schick, schick…..gut 400.000 Stettiner müssen halt auch verwaltet werden, da brauchts dann viele Paläste  😆  😆  😆 

 

Denkmal acht ist die Platanenallee, hinter der Stadtverwaltung im Park. Die geht man dann lang zum Denkmal neun, das Denkmal der Tat der Polen! Drei Adler, riesig und von ganz weit weg schon zu sehen

 

Wie gesagt, Denkmal 10,11 und 12 haben wir nicht mehr aufgesucht. Es sind ein Amphitheater, ein Rosengarten und ein Mühltal. Amphitheater kennen wir zur Genüge aus Italien, einen Rosengarten schaut man sich besser zu einer anderen Zeit an und Mühlen haben wir kürzlich ganz viele in Holland gesehen  😉 

Aber wir waren kaputt von der Latscherei, hatten Hunger und Durst und sind schnurstracks in eine traditionelle Fischkneipe gegangen. Sehr zu empfehlen, das Paprykarz……hat überhaupt nichts mit Paprika zu tun, sondern ist benannt nach einem Stettiner Fischgericht, Fischhack mit Reis in Tomate. Dies bekommt man im Lokal als Geschenk des Hauses und Starter. Hmmmm…..

 

So, das waren Sie, unsere zwei Tage in Stettin, oder drei Nächte. Es gibt noch eine blaue Touristentour, aber die haben wir bewusst nicht gemacht. Außergewöhnliche Stettiner und ihre Mietshäuser. Das ein oder andere Haus haben wir zufällig gesehen, wir kannten den oder die Stettiner(in) nicht, die hier wohnten oder geboren wurden. Einzig das Geburtshaus von Katharina der II., spätere Zarin oder auch bekannt als Katharina die Große, das Haus haben wir gesehen. Wir meinen, dass es nicht mehr das ursprüngliche Geburtshaus ist, denn zu modern ist das, was da steht. Deshalb gibt es davon auch kein Foto. 

Fazit: Eine Stadt, die alle ihre durchlebten Epochen noch zeigen kann. Wenn andere Reiseberichte sagen, dass die sozialistischen Bauten das Stadtbild stören, sehe ich das nicht so. Auch das war eine Epoche, die ihre Gebäude hervorbrachte. Einige davon haben sich sehr gut in das ganz alte und das ganz neue Stettin eingefügt, andere wiederum müssen unbedingt angepasst werden. Dies gilt aber auch für die alten, grauen Stuckhäuser, die vereinzelt neben und zwischen hübsch sanierten Häusern stehen. 

Im Vergleich mit Rostock verliert Stettin noch, aber das ist auch logisch. Zu uns Rostocker kamen gleich nach der Wende die Leute mit dem Geld und haben unsere Häuser hübsch gemacht. Die Stettiner müssen dies selbst machen und das dauert eben etwas länger. 

Die Stadt ist sehr lebhaft, viele junge Menschen sorgen dafür, dass wie in anderen europäischen größeren Städten auch eine multikulturelle Szene entsteht, welche die Stadt zu einem Erlebnis werden läßt. Internatioale Restaurants finden sich ebenso, wie auch die großen weltweiten Schnellgastronomien, angesagt sind sie hier in Stettin allemal. 

Wir haben uns sehr wohl hier gefühlt, meinen aber auch, dass es im Sommerhalbjahr schöner ist. Es ist zu ahnen, wie grün die Stadt sein kann und wie das Leben im Freien den Besucher nochmal ganz anders fesselt. Vielleicht schauen wir und das auch mal an, man wird sehen. 

 

PS. Schwangere haben hier eigene Parkplätze….sehr schön!

 

Wochenrückblick – 2. KW 2018

Schon wieder ist Montag, seltsam, gefühlt ist mehr Montag als Freitag 🙂

Guten Morgen, da bin ich wieder mit dem altbekannten und bereits bewährten Wochenrückblick. Was war los in der zweiten Woche 2018? Im Büro jede Menge, das fängt ja gut an, das Arbeitsjahr. Schon wieder kommen die Gelder nicht so, wie sie kommen sollten. Die Verwaltung strukturiert sich immer noch um. Das mag notwendig sein, aber doch nicht zu Lasten derer, die ihre Arbeit bestens erledigt haben und dafür auch ihren Lohn erhalten sollen? Wie dem auch sei, ich habe mich mal wieder beschwert beim Chef der zuständigen Behörde.  😡  Der war sauer, aber siehe da, das Geld kommt so langsam rein. Ich habe auch keine Lust, jedesmal die Meckertante zu sein 🙁

Weiter im Büro……wir sind in der vergangene Woche mit einem unserer Angebote umgezogen, nicht weit weg vom „Hauptsitz“, aber 2 Etagen tiefer, EG! Unser Vermieter hat eine Ladenfläche für unsere Zwecke umgebaut, damit wir uns erweitern können mit dem Angebot. Der Umzug hat ganz gut geklappt, aber drumherum passiert halt viel. Meine Kolleginnen und Kollegen haben super mitgemacht, sich gekümmert, geräumt, gepackt und am Sonntag auch gefegt und gewischt. Die Putzfrau hatte keine Zeit am Sonntag und auch nicht heute morgen, deshalb tat es jemand anders. DANKE liebe H.  🙂

Und dann kam die Abordnung der Verwaltung, um sich die neuen Räume anzusehen, da waren ordentlich paar Leute im ehemaligen Laden (Tatoo- Laden 🙂

Hat alles prima geklappt und ich muss sagen, bei aller Skepsis den Räumen gegenüber, ist es jetzt ganz schick geworden. Das wäre dann geschafft, hat ja auch fast ein Jahr gedauert.

Auf geht´s zu Neuem! Ab April wollen wir ein weiteres Angebot eröffnen, großes Glück also, dass wir grad Räume leergezogen haben. Pech für alle, die dachten, die Räume wären nun für sie. Pech auch für mich, denn eigentlich wollte ich dahin……Aber gut, das Neue braucht auch Raum! Das versteht wieder mal nicht jede(r), ist mir aber egal. Da kann ich auch mal Chef sein und mich auch so benehmen. Wie dem auch sei, es gibt viel zu tun! Letzten Montag war ich beim Notar, Satzung erweitern, dann bei einer Beraterin, welche ganz viel Ahnung hat von dem, was wir da neues wollen und schließlich noch der Termin mit der Hausbank. Alle Termine verliefen sehr gut, somit steht dem neuen Leistungsangebot nicht mehr ganz viel im Weg, nur noch viel Schreibkram. Vielleicht gibt es auch ein paar Fördergelder, mal schauen. Ende Januar müssen alle Anträge raus sein und dann geht es auch schon los mit den Anschaffungen. Also Ihr seht, es wird nicht langweilig im Beruf.

Auch nicht privat, da schaue ich schon mal auf die nächsten Urlaube. Der große Urlaub im Mai steht ja schon fest, auf in die Toskana, wie jedes Jahr, diesmal nehmen wir Fentino mit, unsere Wohndose. Aber vorher, ab März, hätten wir ihn schon gern auf einen schönen Platz gezogen, zu welchem wir dann an den Wochenenden fahren können. Wenn wir zu Hause nichts zu tun haben, was eigentlich nie der Fall ist. Es muss also alles unter einen Hut gebracht werden….

Rügen, Thiessow, da habe ich schon mal angefragt. Sie machen uns für den März ein prima Angebot, aber wir wollen ja bis zum Maiurlaub da sein, da passt es nicht ganz mit dem Angebot. 3 Monate Frühlingsspezial geht bei denen von April bis Juni, ist dann auch preiswert. Aber wir wollen ja nur März und April! Ich muss da noch mit denen Verhandeln. Schön ist es dort ja, wenn auch etwas weit weg für die Wochenenden! Ich schau noch mal, was andere Campingplätze so anbieten für die beiden Monate..

Unsere Wochenend- und Urlaubsplanung sieht demzufolge momentan so aus:

März, April – Fentino auf einem schönen Campingplatz, wir fahren so oft wie möglich zu ihm

Mai – wir mit Mailo und Fentino in unserer geliebten Toskana, vielleicht mit Päuschen am Gardasee

Juli, August – drei Wochen Betriebsferien, vielleicht mit Fentino nach Holland, Zeeland im Sommer!

September, Oktober – Fentino steht in Thiessow, Herbstspezial

Zum Schluss noch kurz zusammengefasst:

  • Hannes war am Freitag bei uns, zweifelsohne immer wieder schön mit dem Pupsi
  • Kind drei hat Flüge nach Japan gebucht, zweimal schon war er dienstlich dort, jetzt wird dort Urlaub gemacht
  • Der Koch im Haus hat wieder mal was tolles gekocht, als Vorlage wurde ein Rezept aus dem neuen Jamie- Buch genommen  😆 
  • Ich war im Krankenhaus zu einem Krankenbesuch, das ist nicht so schön, hat aber die Kranke gefreut, hoffe ich. So kann sie schneller wieder gesund werden  😎 
  • Mailo war drei Tage im Kindergarten 🙁    ich hatte doch so viele Termine und wollte ihn nicht so lange im Auto oder Büro warten lassen, aber dafür waren wir mit ihm gestern im Wald, nach langer Zeit mal wieder.  Er findet es ja toll dort, es knistert und raschelt und alles richt so lecker und schmeckt so gut….Bäääää, es gab mal wieder gut Ärger! Im Wald funktionieren seine Ohren irgendwie nicht richtig, ich muss mal den Tierarzt fragen  😆 

So, zum Ende ein paar unsortierte Fotos vom Essen, Legobauten und Mailo. Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche, lasst Euch nicht ärgern

 

Urlaub in Holland – Tag 6

Wir sind wieder zurück von unserem heutigen und letzten Ausflug. Früher als wir dachten, denn es hat wieder angefangen zu regnen. Wir waren mit Mailo am Strand, der war heute so voll (der Strand) 🙂 komisch, gestern und die anderen Tage waren da kaum Leute. Sind das schon gute Vorsätze für das neue Jahr? Mehr Bewegung? Oder waren das Verdauungsspaziergänger nach dem üppigen Neujahrsessen? Oder die Verkaterten vielleicht…..Egal, es war voll und fing an zu gießen! Wir fuhren noch nach Zierikzee, aber da es gar nicht aufhören wollte mit dem Regen, übrigens bis jetzt immer noch nicht, dachten wir, wir fahren zurück und trinken uns einen Kaffee und essen uns noch einen Oileboller im Haus und fangen schon mal an zu packen. Das muss ja auch fertig werden, morgen früh, spätestens acht Uhr geht es los nach Hause.

Also Zusammenfassung des ersten Tages der Jahres 2018, dem letzten Urlaubstag in Holland, dem Geburtstag vom Hendrig:

Aufstehen, Mailorunde, Frühstück, viele Nachrichten schicken und beantworten, Blog schreiben, Duschen und los. Ab zum Strand und wieder zurück. Bilder habe ich heute keine gemacht, wären auch nur die Strandbilder, die Ihr schon kennt, nur mit mehr Menschen 🙂

Leider ist unser Urlaub fast zu Ende. Wir können sagen, dass uns diese Gegend hier sehr beeindruckt hat. Wir glauben auch, und der Reiseführer sagt das ebenfalls, im Sommer ist hier richtig was los. Touristenschwärme, auch aus Deutschland, bevölkern die holländische Nordseeküste. Gut, wer das mag, ist hier wahrscheinlich auch im Hochsommer gut aufgehoben. Sehr gastfreundlich sind sie, die Holländer, die Preise sind nicht anders, als in deutschen Küstenbädern, egal ob Nord- oder Ostsee. Die Natur ist beeindruckend und das wird das ganze Jahr so sein. Das platte, extrem platte Land, da ist Mecklenburg- Vorpommern Bergland 🙂 Und die Wildheit der Nordsee ist bemerkenswert, da ist unsere Ostsee ein zahmer See.

Alles konnten wir uns nicht anschauen, aber, wir waren in allen 5 Regionen, das haben wir geschafft, auch wenn wir Zeeland mit all dem, was diese Provinz zu bieten hat, in keinster Weise erkundet haben. Dazu braucht es noch viele Reisen mehr, vielleicht werden wir dies auch tun. Mal schauen!

Vor unserem Urlaub überlegten wir, welche große Stadt wir uns ansehen werden….Amsterdam, Rotterdam, oder doch Antwerpen in Belgien? Antwerpen flog schnell aus dem Rennen, wir müssen ja nicht nach Holland fahren, um Belgien zu besuchen? Blieben die anderen beiden, beide nicht soweit weg und durchaus für eine Tagestour geeignet……NEIN….wenn man auf Zeeland ist, braucht man keine Großstadt. Diese Erkenntnis hat man unmittelbar und bereits bei der Anfahrt. Unzählige Brücken, faszinierende Ausblicke in die Weite des platten Landes…..Da stört jedes Haus dazwischen, glaubt mir. Ich möchte sehr gern mal nach Amsterdam, aber das sollte eine separate Reise werden und wird es bestimmt mal.

So Ihr lieben Leser und Leserinnen, der Kurzurlaub in Holland ist fast zu Ende. Wir fahren morgen zurück, drückt alle die Daumen für eine stress- und vor allem unfallfreie Rückreise. Am 3.1. hat uns der Job zurück, er freut sich bestimmt, aber wir auch?

Herzliche Grüße aus den Niederlanden, Provinz Zeeland, Region Noord- Beveland. 01.01.2018

Urlaub in Holland – Tag 5

Willkommen im Jahr 2018 – wir wünschen allen alles Gute und viel Glück für das neue Jahr.

Ich schreibe heute über den letzten Tag des Jahres 2017, unserem 5. Tag auf Noord- Beveland. Ein verregneter Tag, leider teilweise so doll, dass wir uns gar nicht aus dem Haus oder aus dem Auto trauten. Nach der üblichen Morgenrunde und dem üblichen Frühstück, fiel die Entscheidung: Wir fahren nach Vlissingen. In der Stadt kann man Regen besser ertragen, wenn es zuviel wird, geht man irgendwo rein.

Gesagt, getan, auf ging es zunächst über die nasse Wiese vor unserem Haus. Die Häuser in unserem Quadrat haben in der Mitte eine Wiese, über diese müssen alle, wenn sie zu ihren Häusern wollen. Über unsere Wiese erreicht man 6 oder 7 Häuser. In Deutschland geht sowas wohl nicht, glaube ich. Da muss es zu jedem Grundstück eine Zuwegung geben, sonst sind es Hubschraubergrundstücke. Hier geht das alles, allerdings darf es nicht soviel regnen, dann hat man nasse Schuhe und Füsse, wenn man am Auto ankommt oder eben am Haus. Da es gestern den ganzen Tag regnete, ist aus unserer Wiese ein Sumpf geworden, welchen es zu durchdringen gilt. Dazu nehme ich Gummistiefel und Hendrig seine Wanderstiefel, die können das ab. Ich ziehe mir dann am Auto andere Schuhe an und zurück wechsle ich das dann wieder. Man muss sich nur zu helfen wissen…..

Aber ich wollte ja über gestern schreiben…..Vlissingen gehört zur Region Walcheren, ebenso wie Middelburg. Diese beiden Städte sind die größten Städte auf Zeeland. Middelburg hat uns nicht ganz so gut gefallen, dafür aber Vlissingen umso mehr. Vlissingen liegt im Mündungsgebiet der Westerschelde mit direktem Zugang zur Nordsee. Der Reiseführer sagt dazu auszugsweise: „Vlissingen präsentiert sich als modern- nüchterne Industriestadt. Die Kanalanlagen sind mit wenigen Ausnahmen frei zugänglich. Das Stadtzentrum erinnert an ein funkelndes Glasmosaik mit dem Wappen Vlissingens. Das schöne Glockenspiel im Rathausturm (48 m) untermalt vergangene glorreiche Zeiten.“

Trotz Dauerregen und Silvestertag hat uns der Stadtrundgang mit einem Glühweinabschluss in einer der noch vorhandenen Weihnachtsbuden sehr gut gefallen. Die Geschäfte hatten trotz Sonntag aber wegen Silvester bis 16.00 Uhr auf und es war gut was los. Aber wir fanden einen Platz im Parkhaus und los ging es.

Fazit: Vlissingen ist unser Geheimtipp, wirklich sehr, sehr schön. Es soll dort auch wunderschöne Strände geben und eine Promenade. Aufgrund des Wetters schauten wir uns weder Strand noch Promenade an, überlegen aber, dies in einem unserer kommenden Urlaube nachzuholen. Die Holländer sind Camper, demzufolge sind hier auch viele und wunderbar gelegene Campingplätze. Das nächste mal nehmen wir Fentino mit und werden zu einer etwas wärmeren Jahreszeit nochmal vorbeischauen.

Wir haben uns in Vlissingen noch mit Oliebollen und Käse eingedeckt und sind dann zum Auto, um mit Mailo die große Runde zu drehen. Wir dachten an die Region Zoutelande, Westkapelle und Domburg, der Nordseeküste der Region Walcheren. Aber das überlegten wir uns ruckzuck anders…..Massentourismus wie auf dem Fischland-Darss-Zingst im Hochsommer. Befestigte Strände mit der Möglichkeit mit dem Auto direkt ranzufahren, pfui, hässlich. Wir waren sehr erschrocken und verschwanden blitzeschnell wieder aus der Gegend.

Wir versuchten andere Strände und landeten dann an dem, an dem wir uns schon seit Tagen rumtummeln. allerdings hat es in Strömen geregnet, da ging alles schneller als sonst. Mailo maulte zunächst, fand sich dann aber damit ab.

Zurück in der Bude, machten wir uns einen „bunten“ Silvesterabend, wir (Mailo nicht) haben brav durchgehalten bis 00.00 Uhr, dann gab es ein Sektchen, ein paar Jahreswechselgrüße und Geburtstagswünsche für das Geburtstagskind. Und dann war alles auch schon wieder vorbei.

Beim Warten auf Mitternacht habe ich mir mal das viele Infomaterial in der Wohnung vorgenommen und das gefunden:

Lustig oder?

Morgen geht es nach Hause, ich werde über das, was wir jetzt gleich machen werden heute abend schreiben. Einen schönen Neujahrstag, möglichst ohen Kater wünscht Euch allen
Katrin

Urlaub in Holland – Tag 4

Guten Morgen, heute ist der 31.12.2017, der letzte Tag in diesem Jahr. Auf Nord- Beveland scheint die Sonne und es regnet gleichzeitig ein wenig. Wir sind grad mit dem Frühstück fertig und bevor wir auf Tour gehen, schreibe ich noch schnell über unseren gestrigen Tag.

Er fing an, wie gehabt, Morgenrunde mit Mailo, heute an einer Hühnerfarm vorbei und an „unserer“ Mühle

Frühstück, schnell unter die Dusche und los geht es zum Einkaufen. Handy an, Google Maps nach Supermärkten bzw. Lebensmittelgeschäften in der Nähe suchen lassen. LIDL in der Nähe von Goes, da ging es hin. Wir waren etwas enttäuscht, sehr unaufgeräumt, aber wir bekamen alles für die verbleibenden drei Tage. Auf dem Rückweg kamen wir an einem ALDI vorbei, wir schauten auch da mal rein. War auf jedem Fall besser sortiert, wir nahmen noch eins zwei kleinere Sachen mit….Leckerlies für Menschen, die gibt es hier ja in Massen, auch im ALDI.

Wieder im Auto überlegten wir, ob wir erst zur Wohnung fahren, die Einkäufe ablegen und dann noch mal losziehen, oder ob wir gleich auf eine Besichtigungstour fahren und wenn ja wohin. Ihr erinnert Euch bestimmt, wir sind hier in einer der berühmtesten Austernregionen der Welt, deshalb wollten wir uns dies einmal genauer ansehen. Yerseke ist die Hochburg der Austern und Miesmuscheln. Die Saison dauert von September bis April, im Mai sollen die Scheißerchen giftige Sekrete absondern und für den Menschen gefährlich sein. Respekt habe ich schon vor diesem Getier…und bisher standen Muscheln und Co auch nicht auf meiner Speisekarte. Es gibt hier knapp 50 Muschelzüchter, sagt der Reiseführer, hier im Grevelingenmeer und in der Osterschelde werden jährlich mehr als 20 Millionen Austern gezüchtet. Sie reifen in strumpfförmigen Netzen hängend bis zu fünf Jahren in sogenannten Creusen. In Yerseke werden sie dann in entsprechenden Becken tagelang gewässert, dann in Spankörbe verpackt und weltweit verscherbelt. Das saubere und warme Wasser der Osterschelde erweist sich als ideales Terrain für derartige Zuchten. Im Hafen von Yerseke werden die Delikatessen auch in kleineren Mengen angeboten, deshalb nichts wie hin da!

Als erstes fiel auf, dass es dort vor Belgiern nur so wimmelt. Ein paar Holländer waren auch dort, aber deutsche Autokennzeichen waren gar nicht zu finden. Egal, wir mischen uns unter die Touristen und schauen uns das Spektakel mal an, jedenfalls das, was man sehen durfte, die Austernwaschbecken.

Beeindruckt von den Anlagen trauten wir uns in einen der Verkaufsläden und erwarben 12 Austern direkt aus dem Austernbecken, verpackt und zertifiziert. Das Austernmesser gab es gratis dazu, die Zitrone musste bezahlt werden 🙂 Ein paar Tage halten sich die Tierchen im Kühlschrank, wir werden sie noch in Holland verspeisen.

Apropos verspeisen, wir dachten uns, hier ist es ganz schön, wir bestellen für den ersten Januar einen Tisch und gehen am letzten Abend des Urlaubs, dem ersten Abend des neuen Jahres und damit dem Geburtstagsabend des Herren des Hauses, schick essen. Gern auch Austern. Aber ha, denkste, hier auf Zeeland sind die Restaurants am 01.01. zu. Das ist Familienzeit, schließlich haben sie das ganze Jahr geöffnet, sagt einer der Restaurantleute. Und außerdem ist es Montag, montags haben sie hier sowieso zu. Schade! Deshalb beschlossen wir, doch gleich mal frisch zubereitete Austern zu essen und entschieden uns für eines von vielen Restaurants direkt an den Austernwaschanlagen mit Blick auf selbige. Hervorragende Wahl, wirklich, wer hier mal in der Nähe ist, Yerseke, Restaurant Oesters & Bubbles (Bubbles wegen des Proseccos, den es zur Austernplatte dazu gibt), sehr zu empfehlen. Da gibt es auch einige andere Spezialitäten, Hummer bspw. und für alle, die sowas gar nicht mögen, Tapas gibt es dort auch. Wir aßen Austern, 6 Stück für jeden, zwei naturell mit Zitronensaft, zwei gratiniert und 2 als Spezialität des Hauses, mit Zitronenschaum und gedünsteten Zwiebeln…..

Satt und voller Eindrücke sind wir dann wieder zum Auto und haben nach einer kurzen Fahrt unsere Bestie freigelassen und sind mal wieder an der Nordsee gelaufen. Gute 1,5 Stunden, dann reichte es uns für den Tag. Zurück nach Hause, schauten wir uns unseren Austernkarton an und konnten nicht anders…..

Sehr, sehr lecker! Ich muss dazu sagen, dass ich bis kürzlich auch kein Muschelgetier aß, aber am Beaujolais- Abend im November gab es Austern. Und schon da schmeckten sie mir, wer hätte das gedacht. Vielleicht verzehre ich auch bald andere Muscheln, die Jacobsmuscheln, die ich bisher aß, mochte ich zwar nicht, aber was heißt das schon. In diesem Sinne, alles kann sich ändern, zumindest sehr vieles. Wir wünschen allen Freunden, Verwandten und Bekannten, allen unbekannten und bekannten Mitlesern einen schönen Silvesterabend mit einem gelingenden Rutsch rüber ins Jahr 2018 und für jenes dann alles, alles Gute!

Katrin und Hendrig

PS: Jetzt grad schnallt auch Mailo, dass das Geböller da draußen sonst nicht ist, steht am Fenster und deutet ein Bellen an. Mal sehen, wie er sich heute noch so haben wird.

Winke, winke…..